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Nachhaltige Erneuerung

Aktuelles


Rund 20 Interessierte begaben sich auf den Spaziergang mit den Planungsverantwortlichen für den Grünzug
Naturschutz, Erholungsnutzung und das Interesse der Anwohner*innen müssen in Einklang gebracht werden
Das Gelände wird aktuell vermessen
Der Verlauf des geplanten Grünzugs als Lückenschluss des Grünen Rings im Fördergebiet

Im Gebiet Brunsbütteler Damm / Heerstraße ist ein Grüner Ring geplant

Bürgerspaziergang zur Machbarkeitsstudie zu öffentlichem Grünzug Nördlicher Rieselfeldabfanggraben
Juni 2020

Der aufkommende Regen drohte, die Corona-Kontaktliste in Pappmaschee zu verwandeln, noch bevor die zwanzigköpfige Gruppe am 11. Juni um 17 Uhr aufbrach. Auf dem Programm stand ein Spaziergang durch die unerforschten oder besser: nicht immer oder überall zugänglichen Welten des Nördlichen Rieselfeldabfanggrabens.

Er startete an der Ecke Semmelländer Weg und sollte an der Gatower Straße enden. Ziel war, erste Erkenntnisse des Gutachterteams vorzustellen, anhand der tatsächlichen Gegebenheiten deren Bedeutung für die künftige Ideenfindung zu beurteilen, aber vor allem das praktische Expertenwissen der Anwohner*innen einzuholen und zu erfahren, wo Konflikte sind.

Was geht, was geht nicht, was sind die markanten Besonderheiten und was ist besonderes schützenswert? Das Büro Ökoplan berichtete, bisher seien 43 Vogelarten im Untersuchungsgebiet festgestellt worden, die meisten typisch für Grünanlagen und Gärten. Wie hoch der Anteil der nach Roter Liste geschützten Vogelarten ist, kann erst am Ende der laufenden Kartierung gesagt werden. 

Die Planungsgruppe Cassens+Siewert berichtete vom Stand der Kartierung und Bewertung der Vegetation und erläuterte anhand von Geländeschnitten die hydrologischen Besonderheiten des Grabens. Bemerkenswert sei, dass auch bei den außergewöhnlichen Starkregenfällen der letzten Jahre der Graben kein oder kaum Wasser geführt hätte. 

Ob die roten Markierungen eine neue Abgrenzung der Grundstücke sei, wurde gefragt. Das Vermessungsbüro Zoll beruhigte die Anwohner*innen, hierbei handelt es sich um Bezugspunkte für die eigentliche Vermessung, nicht aber deren Ergebnis oder gar die Neuaufteilung von Grundstücken.

Der Spaziergang führte über jene Bereiche zwischen Graben und privaten Grundstücken, die normalerweise nicht zugänglich sind. Dort scheint auch etwas Platz für einen Weg zu sein, der sicher an der einen oder anderen Stelle verschwenkt werden müsste. Das wird Aufgabe der nächsten Planungsschritte sein: zu ermitteln, wie ein Weg behutsam in den Bestand eingefügt werden kann und gleichzeitig die Interessen der Anwohner gewahrt werden. 

Das etwas geschieht, konnte bei der Abbruchmaßnahme am ehemaligen Forellenhof Roter begutachtet werden. Mit dem Rückbau der Bauten, Einfriedungen und der Entsiegelung der Brachfläche des Forellenhofes werden hier bereits die Voraussetzung für eine öffentliche Erholungsnutzung geschaffen. Diese Maßnahme wird finanziert aus Fördermitteln des Berliner Programms für Nachhaltige Entwicklung (BENE). 

Weiter ging es in Richtung Gatower Straße. Viele Erkenntnisse und Einsichten, vor allem aber ein sehr offenes und kooperatives Miteinander, kennzeichneten die Veranstaltung, auch wenn die Anwohner*innen natürlich einen anderen Blick auf die geplante Durchwegung haben als Außenstehende. Doch mit der behutsamen Erschließung des Nördlichen Rieselfeldabfanggrabens kann ein wichtiger Beitrag für Erholung und Freiraumnutzung geleistet werden. Das Büro Stadtkontor, das das Bezirksamt Spandau bei der Steuerung der Stadtumbaumaßnahme Brunsbütteler Damm / Heerstraße unterstützt, betonte die Bedeutung der Durchwegung am Nördlichen Rieselfeldabfangraben als Lückenschluss des Grünen Rings im Stadtumbaugebiet.

Für die nahe Zukunft wird es wichtig sein, die Ergebnisse und Vorschläge der Machbarkeitsstudie erneut mit dem Beteiligungsgremium zu diskutieren. Das Büro Fromlowitz & Schilling deutete an, dieses könne Corona-bedingt nur über die Onlineplattform mein.Berlin.de ermöglicht werden. Allerdings, da waren sich die Beteiligten einig, wäre die „echte“ und direkte Beteiligung die bessere Form. 

Von: Text u. Fotos: R. Hoffmeister, Stadtkontor GmbH, bearb. A. Stahl

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