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Nachhaltige Erneuerung

Aktuelles


Zwei Achsen, zwei Grundfarben, zwei Geländeebenen - die Kita Kiezspatzen. Rechts an der Mauer eine der Nisthilfen
Christian Hubert, Michael Grunst und Andrea Klettke (von links) mit Gästen beim Rundgang
Im oberen Garten
Wand im Foyer mit den Maskottchen der Kita-Gruppen und dem Kiezspatzen

Lichtenberger Kita Kiezspatzen ist rundum saniert und erneuert

Erfolgreiche Kooperation der "Kinder im Kiez" GmbH und des Bezirksamtes
November 2019

Die tierischen Namensgeber der Kita Kiezspatzen waren etwas zögerlich, ihre an einer Stützmauer angebrachten neuen Nisthilfen anzunehmen. Denn bei der energetischen Sanierung des Gebäudes aus den 1980er-Jahren verschwanden die großen Ritzen zwischen den Betonplatten hinter einer dichten Fassade. Die Kita-Kinder waren dagegen nie weg. 2013 bis 2019 wurde die Kita Kiezspatzen "einmal auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt", wie der Geschäftsführer des Trägers, Christian Hubert, es ausdrückt. Am 14. November 2019 feierten der Träger "Kinder im Kiez" GmbH und die Mitarbeiterinnen der Kita zusammen mit Bezirksbürger­meister Michael Grunst, Bezirksstadträtin Birgit Monteiro, dem Leiter des Jugendamts, Rainer Zeddies, sowie den beteiligten Architekten und Partnern die Baufertigstellung.

Typenbau-Kitas aus der DDR-Zeit in unterschiedlicher Qualität wurden und werden in Berlin reihenweise saniert. Im Gebiet Frankfurter Allee Nord ist dabei ein optisch besonders bemerkenswertes Gebäude entstanden. Aus einem nicht sehr kindgerechten, grauen Plattenbau wurde ein auffälliges, schwarz und weiß getäfeltes Bauwerk mit bunt gerahmten Fenstern. Der Architekt Thomas Weber vom Büro Kny und Weber gestaltete die Fassade ähnlich den mit Schiefer bekleideten Häusern seiner thüringischen Heimat. Zwischen Wohnblöcken und Sana-Klinikum wird nicht nur der wenige Platz für das zweigliedrige Gebäude, sondern auch der Außenbereich auf zwei verschiedenen Höhen optimal genutzt.

Geschäftsführer Christian Hubert sagte, es sei ihm wie ein Wunder vorgekommen, als das Stadtentwicklungsamt Lichtenberg dem engagierten Kitaträger Fördermittel aus dem Stadtumbauprogramm anbot. Zuvor hatte man mit Eigenmitteln einen Bewegungsraum angebaut und für die Sanierung der Küche Fördermittel aus der Kinder­betreuungsfinanzierung für Unter Dreijährige (U3) erhalten. Mit den Stadtumbaumitteln konnte man die komplette energetische Sanierung angehen. Im Lauf der Jahre wurde daraus eine Förderung von rund einer Million Euro für diverse dringend nötige Umbauten und die Außenanlagen. Der Träger investierte zusätzlich rund 900.000 Euro.

Fenster, Türen und Dach wurden erneuert, der Eingang aus dem Ober- in das Erdgeschoss verlegt, ein Foyer gestaltet. Auf dem Gebiet der Klimaverträglichkeit und der Energie­effizienz lässt das Gebäude ebenfalls keine Wünsche offen: Auf dem Dach gibt es solarthermische und Photovoltaik-Anlagen zur Erzeugung von warmem Wasser und Strom. 

Bei der Führung durch das Haus und die beiden Gärten ist Kitaleiterin Andrea Klettke die Begeisterung anzumerken. Unten wurde ein kleiner Wasserspielplatz angelegt und im oberen Bereich, den das Sana-Klinikum dem Träger zur Nutzung und Pflege im Rahmen eines Erbpachtvertrages überließ, ist ein naturnaher Garten mit vielen Verstecken und Bewegungsmöglichkeiten entstanden, der durch Gehölze, Stege und Palisaden gegliedert wird. Die Pläne stammen von Landschaftsarchitektin Renate Froese-Genz.

Für die Spatzen wurden neue Nistmöglichkeiten angebracht. Als der Baulärm sich langsam legte, sind die ersten zurückgekehrt zur rundum sanierten Kita Kiezspatzen.

Von: Anka Stahl

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