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Nachhaltige Erneuerung

Aktuelles


Die Betonoase mit ihrer besonderen Leichtbetonfassade
Schlüsselübergabe mit Hendrik Hübscher, Michael Grunst, Katrin Framke, Clubleiter Sven Grässl und Birgit Plank (Berliner Familienfreunde e.V.) (v. links) sowie den Architekten Doris Gruber und Bernhard Popp (hinten)
Dieser Beton kann schwimmen
Gleich am ersten Abend fast überfüllt: das Familienzentrum

Streichelbeton für die neue Jugend- und Familienoase in Friedrichsfelde

Infraleichtbeton ist nachhaltig, klimaschonend und angenehm warm
Dezember 2018

»Betonoase« – der Name der Jugendfreizeiteinrichtung im Friedrichsfelder Dolgenseekiez ruft häufig fragende Gesichter hervor. Seit der Gründung vor 20 Jahren stand er für das vielseitige Angebot und das gute Team. Und für die Räume im Plattenbau der 1970er-Jahre. Nun hält auch die bauliche Hülle, was der Name verspricht: Ein einladender Neubau mit grünem Dach bietet dem Jugendclub und neuerdings auch dem Familienzentrum ein neues Zuhause. 1,8 Millionen Euro, 90 Prozent der Gesamtsumme, flossen dafür aus dem Stadtumbau-Programm. Es hat sich gelohnt: Am 4. Dezember 2018 wurde die Einweihung mit dem Lichtenberger Bürgermeister Michael Grunst, der Jugendstadträtin Katrin Framke, Hendrik Hübscher von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, und vielen Kindern, Jugendlichen und Nachbarn gefeiert.

Nicht nur die moderne und transparente Architektur besticht: Mit dem noch nie für ein öffentliches Gebäude verwendeten Baustoff Infraleichtbeton hat der Bezirk Lichtenberg als Auftraggeber zusammen mit dem Planungsteam und den Bauleuten einen großen Schritt in die Zukunft getan. Das Gebäude erreicht nur mit seinen fünfzig Zentimeter dicken Wänden den Passivhausstandard – ganz ohne zusätzliche Wärmedämmung. Verantwortlich für die hervorragenden Dämmeigenschaften ist vor allem die Luft, die in dem Material eingeschlossen ist. Architekt Bernhard Popp hat ein Beweisstück mitgebracht: Sein Infraleichtbetonstück schwimmt im Wasser.

Der Baustoff ist nicht nur leicht, gut zu verarbeiten und – anders als viele Dämmstoffe – gut recycelbar. Er fühlt sich auch glatt und warm an, wie es sich für eine Oasenwand gehört. Auch die innere Konstruktion und die Einrichtung des Hauses tragen zur Wohlfühlatmosphäre bei: Panoramafenster mit breiten Fensterbänken verbinden Gebäude und Garten, zahlreiche Durchblicke schaffen Transparenz und die Oberlichter sorgen auch an diesem Dezembertag für natürliches Licht.

Die Eingangsbereiche lassen sich zu einem großen Foyer verbinden, doch Jugendliche und Familien haben jeweils ihre eigenen Räume: "Muckibude", Kreativ- und Computerraum für die einen, geschützter Spielbereich für die anderen. Herzstück ist jeweils der Veranstaltungsraum mit dem großen Küchentresen. Die Einbaumöbel hat Architektin Doris Gruber in Abstimmung mit den Teams der Jugendfreizeiteinrichtung und des Familienzentrums entworfen. Das Künsterlerinnen-Kollektiv 333 hat dem Gebäude noch mehr Licht und einen eigenen gedanklichen Mikrokosmos gegeben: die »Konstellation Betonoase«. Dazu gehören zahlreiche Lichtobjekte – kleine Satelliten, Meteoriten, Parabolspiegel – die mit künstlichem und natürlichen Licht interagieren und dynamische Projektionen an die weißen Wände werfen. Sie sollen die Neugier der Kinder wecken und einen Moment der Magie entfalten.

Von: Anka Stahl

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