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Nachhaltige Erneuerung

Aktuelles


Winfried Müller-Brandes von „stadtraum“ nimmt die Vorschläge der Anwohnerinnen auf
Herr Reschke vom Bezirksamt Spandau (5. v. r.) freut sich über zahlreiche Anmerkungen
Nachbarn nutzen die Möglichkeit, mit der Polizei ins Gespräch zu kommen
Gebietsbeauftragte Nadine Fehlert bedankt sich für das Engagement des Quartiersrates

Brunsbüttler Damm / Heerstraße: Miteinander im Zentrum leben!

Aufschlussreiche Rundgänge mit Nachbarn im Umfeld des Staaken-Centers
September 2018

Das Einkaufszentrum an der Ecke Obstallee / Magistratsweg will sich gar nicht vergleichen mit den großen Shopping-Malls im Zentrum der Stadt. Und doch ist es zusammen mit seinem kleinen Pendant, dem Nahkauf gegenüber, ein unverzichtbarer Treffpunkt für die Menschen im Kiez.

In und um das Center geht es nicht primär ums Einkaufen, sondern um Begegnung: ob im Stadtteilladen, der Bibliothek, im Jugendcafé oder im Gemeinwesenzentrum. Auch mehrere Einrichtungen für Pflege, Gesundheit und Betreuung sind hier angesiedelt. Kein Wunder, dass immer reger Betrieb herrscht. Die Besucherinnen und Besucher kommen zu Fuß oder per Rad, andere mit dem Auto. Viele jedoch nutzen dieses Zentrum zum Verweilen: ob Alt, ob Jung, gerade zugewandert oder schon lange hier lebend: die meisten, mit denen wir am 4. September sprechen, lieben diesen Ort, auch wenn sie einiges bemängeln.

Ob einige dieser Mängel mit städtebaulichen Maßnahmen behoben werden könnten, untersucht seit Juni 2018 das Ingenieurbüro „stadtraum“ in einer Machbarkeitsstudie. Zunächst zählten und beobachteten Winfried Müller-Brandes und seine Kollegen die Verkehrsströme rund um das Center – auch in Hinblick auf die künftigen Entwicklungen beim geplanten Neubau eines Kultur- und Bildungszentrums. Nun luden „stadtraum“, die Gebietsbeauftragte für das Stadtumbaugebiet und Mitarbeitende des Stadtplanungsamtes zu einer öffentlichen Veranstaltung ein, bei der die Vorstellungen der Bewohnerinnen und Bewohner dokumentiert wurden. Anfangs hatten die Gäste auf Karten notiert, was ihnen im Kiez nicht gefällt, was dringend geändert werden müsste und wie sie sich ihren Kiez in 15 Jahren vorstellen. Zu diesen Stichpunkten kam im Laufe des einstündigen Rundgangs noch vieles hinzu. Intensiv, aber sachlich wurde diskutiert über die Vermüllung, das Fehlen von sauberen Toiletten, abendlichen Lärm, unerlaubtes Parken in zweiter Reihe oder zu schnelles Fahren in der verkehrsberuhigten Zone.

Die beiden Gruppen, die von der örtlichen Polizeidirektion und einem Fernsehteam des rbb begleitet wurden, erregten Aufsehen – und so mischten sich immer mehr Bewohnerinnen und Bewohner in die Diskussion ein, darunter auch Gewerbetreibende. Einhellig vertraten sie die Auffassung, dass mehr Sitzgelegenheiten für Ältere, attraktive Treffpunkte für jüngere Leute und deutlich mehr Papierkörbe vorhanden sein sollten. Eine bessere Beleuchtung müsse her und vielleicht sogar ein Schallschutz für den Platz vor dem Center. Zu den Themen zählten auch eine bessere Kennzeichnung der vorhandenen Parkplätze und mehr Fahrradbügel. Nachbarn würden sich auch über blühende Beete oder einen Brunnen als Treffpunkt freuen. Vielleicht würde das Umfeld gewinnen, wenn einige Hauswände mit fröhlichen, großflächigen Wandbildern aufgepeppt wären, merkte eine Anwohnerin an. Statt noch mehr Billig-Läden oder Wettbüros wünschten sich die Anwesenden mehr Warenvielfalt im Center und einen ausgeweiteten Wochenmarkt auf dem Vorplatz.  

Zahlreiche Vorschläge und Anregungen wurden während der Rundgänge vom Bezirksamt und dem Ingenieurbüro gesammelt und danach für alle sichtbar an Pinnwänden notiert. In einem Punkt herrschte jedoch Einigkeit: der Respekt voreinander und das friedliche Miteinander sind die wichtigsten Aufgaben, denen sich der Kiez stellen muss. Das Aufwerten durch städtebauliche Investitionen müsse einhergehen mit einer Diskussion über Toleranz und Eigenverantwortung. Eine Vertreterin des Quartiersrates brachte es auf den Punkt: „Um das Miteinander der Gruppen müssen wir uns hier vor Ort selber kümmern, das löst keine Toilette oder Sitzbank. Entscheidend ist doch, wie wir damit umgehen.“ Ein anderes Mitglied des Quartiersrates ergänzte, dass bei allen Entscheidungen der Blick auf die Nachhaltigkeit notwendig sei. Nicht nur gegenwärtige Probleme seien zu betrachten, sondern auch das Leben der zukünftigen Generationen. Die Gebietsbeauftragte Nadine Fehlert konnte diesem emotionalen Schlusswort nur zustimmen und lud alle Gäste ein, bei der abschließenden Vorstellung der Machbarkeitsstudie im November 2018 mit dabei zu sein und das Engagement für diesen Kiez fortzusetzen.

Download Präsentation (PDF; 1,9 MB)

Download Dokumentation (PDF; 1,9 MB)

Von: B. Gericke / Redaktion Stadtumbau

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