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Nachhaltige Erneuerung

Aktuelles


Die Schöneberger Linse eingezwängt zwischen Ringbahn und A100
Die vorgestellten Pläne konnten im Saal studiert werden
Aktuelles Modell der geplanten Bebauung der Schöneberger Linse
Rund 150 Interessierte kamen zur Informationsveranstaltung des Bezirksamts
Das geplante Hochhaus am Eingang Bahnhof Südkreuz, Hildegard-Knef-Platz

Auf der Schöneberger Linse wächst bald ein spannendes Stadtquartier

Stadtumbau fördert mit dem Tempelhofer Weg und der Teske-Schule die nötige Infrastruktur
April 2018

Die sogenannte Schöneberger Linse, ein von der Ringbahn und der Autobahn umschlossener Stadtraum zwischen den Bahnhöfen Südkreuz und Schöneberg, führte lange Zeit ein Schattendasein direkt neben dem zweitgrößten Fernbahnhof Berlins. Seit 2011 bemühte man sich, das von vielen Brachflächen sowie Gewerbe- und Bahnarealen geprägte Gebiet zu entwickeln und zu vermarkten. Gefördert aus dem Stadtumbauprogramm wurde ein Konzept erstellt. Zu diesem Zeitpunkt war das Interesse der Investoren jedoch gering. Doch mit dem gestiegenen Bedarf an innerstädtischem Wohnungsbau wird es nun sehr schnell gehen: 2016 wurde ein neuer Masterplan erstellt. Stadtumbaubaumittel sollen bei der Bereitstellung der nötigen Infrastruktur helfen. Ein neues Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) steht kurz vor dem Abschluss.

In den nächsten zwei bis drei Jahren entsteht ein ganz neues Stadtquartier mit Gewerbe, Büros, über 1.000 Wohnungen und mehreren neuen Kitas. Die konkreten Pläne präsentierte das Bezirksamt mit Stadtrat Jörn Oltmann an der Spitze am 19. April auf der gut besuchten Veranstaltung "Forum Stadtentwicklung" im Rathaus Schöneberg gemeinsam mit den Gebietsbeauftragten Roedig Schop Architekten und Vertretern der Investoren.

Thematisch etwas abseits, aber aus aktuellem Anlass, stellten Bezirksstadträtin Christiane Heiß und Frank Schack, Leiter des Fachbereichs Straßen, zu Beginn der Veranstaltung die in diesem Jahr beginnende Baumaßnahme an den westlichen Vorplätzen der Yorckbrücken vor. 2018 soll mit dem 1. und 2. Bauabschnitt unter anderem die Platzfläche in der Bülowstraße hergestellt werden. Die angepasste Planung sieht nun die in früheren Veranstaltungen geforderte Beibehaltung der Seitenräume für urbanes Gärtnern vor. Auf unseren Seiten finden Sie weitere Informationen zum Stadtumbau-Projekt Westliche Vorplätze der Yorckbrücken.

Im Gebiet der Schöneberger Linse wird mit Stadtumbau- und SIWANA*-Mitteln die Hauptverkehrsachse des Tempelhofer Wegs als Rückgrat des Quartiers ausgebaut. Die Tempo-30-Straße wird als Promenade mit zwei Meter breiten Rad- und vier Meter breiten Fußwegen der Quartierserschließung dienen. Der Straßenbau soll parallel mit den Bauvorhaben der Investoren ausgeführt werden, weswegen das Bezirksamt mit allen Investoren ein abgestimmtes Baulogistik- und Verkehrskonzept entwickelt, wie Herr Schack dem Auditorium erklärte.

Stadtumbaumittel stehen auch für die Entwicklung der Freiflächen der Teske-Schule zur Verfügung, die Frau Hoffmann vom Grünflächenamt vorstellte. Neben der zukünftigen Grundschule wird ein neuer Spielplatz errichtet. Der Schulhof wird neu gestaltet und das vorhandenen Sportfeld gedreht und damit für Schülerinnen und Schüler sowie Vereinssportler besser zugänglich gemacht. Dazu stellte Herr Ruddigkeit vom Studio RW eine Machbarkeitsstudie vor.

Die Pläne für das neue Stadtviertel mit Wohnungen, Büros und Gewerbe sind ambitioniert. Verschiedene Bebauungspläne für die einzelnen Baufelder sind zurzeit in Abstimmung, bereits genehmigt oder liegen öffentlich aus. Fast alle Investoren wollen noch in diesem Jahr starten. Am Hildegard-Knef-Platz, dem westlichen Bahnhofsvorplatz, soll eine sogenannte Stadt-Loggia mit einem Hochhaus-Hotel das neue Eingangstor bilden. Auf dem jetzigen Recyclinghof entstehen vor allem Bürogebäude, die die Wohnbauten vom Lärm der Verkehrsachsen schützen sollen.

Wichtige Schlagwörter für die geplante Bebauung im gesamten Gebiet sind Nachhaltigkeit und "intelligente Gebäude" mit "Wohlfühlcharakter". Dafür stehen unter anderem die geplanten begrünten Innenhöfe. Bei der Wohnbebauung werden Konzepte mit Carsharing und wenig PKW-, aber vielen Radstellplätzen verfolgt. Auch soziale Aspekte spielen eine wichtige Rolle. So sind unter anderem 20 Wohnungen für Jugendliche in Wohngruppen und ein Haus für Studenten und Auszubildende mit Gemeinschafts­räumen und -flächen geplant. Die städtische Wohnungs­gesellschaft Gewobag errichtet 200 Wohnungen, die Hälfte davon im geförderten Wohnungsbau. Auf der Fläche zwischen Hedwig-Dohm- und Gotenstraße werden neben der Gewobag auch ein sozialer Träger, eine Wohnungs­genossenschaft und zwei Baugruppen zum Zuge kommen, so das Bezirksamt.

Auf der unansehnlichen Stadtbrache wird ein ganz neues Stadtviertel aus dem Boden gestampft. Es wird spannend zu beobachten, wie die vielen vorgestellten Pläne in den nächsten Jahren Wirklichkeit werden.

*SIWANA: Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt und Nachhaltigkeitsfonds

Von: Anka Stahl, Grafik 1: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Grafik 2: Enno Schneider Architekten

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