link  Aktuelle Informationen zum Coronavirus finden Sie auf der Sonderseite der Senatskanzlei.
 link Fragen zum Coronavirus? Nutzen Sie auch den Chatbot Bobbi!
download Infoblatt: So reduzieren Sie das Infektionsrisiko / Reduce the risk of infection with the coronavirus! /
    Koronavirüs enfeksiyonu risklerini azaltalım! / Снизить риск заражения коронавирусом! / ! تقليل مخاطر العدوى بفيروس كورونا


    Städtebau  

 

Städtebaulicher Denkmalschutz – Luisenstadt

Sport-, Bildungs- und Kulturzentrum "Naunynritze", Naunynstraße 63


Blick von der Naunynstraße: Das Jugendzentrum Naunynritze vor der Sanierung, 2014 ; Foto: BSM mbH
Das Jugendzentrum Naunynritze vor der Sanierung, 2014
Foto: BSM mbH
 
Lageplan - Jugendfreizeitzentrum 'Naunynritze'
Lageplan

Städtebauförderung - Logos

Städtebaulicher Denkmalschutz Berlin - Logo
Die heutige Jugendfreizeiteinrichtung wurde ca. 1868 als 42. Gemeindeschule nach einem Entwurf von Adolf Gerstenberg errichtet. Seit 1907 wurde das Gebäude mehrfach umgenutzt sowie umgebaut, erst zu einer Säuglingsstation, später dann zu einer Blindenschule. 1952 wurde im Gebäude ein Jugendfreizeitheim untergebracht.

Inzwischen werden im Gebäude vielfältige Nutzungen für Kinder und Jugendliche angeboten, so z.B. ein offener Kinder- und Jugendbereich und eine Fahrradwerkstatt. Des weiteren werden Probenräume für MusikerInnen durch den Verein MusikerInnen Initiative e.V. Naunynritze betreut; der Verein Hoftheater Kreuzberg e.V. organisiert und begleitet darstellende Projekte und Veranstaltungen. Ebenso gibt es eine Vielzahl von Bildungsangeboten durch das Projekt BEIspielhaft (GJS) und die StreetUniverCity Berlin.

Sowohl das Hauptgebäude als auch die beiden Nebengebäude – die Remise und das eingeschossige heutige Hoftheater – sind deutlich sanierungsbedürftig. Im Hauptgebäude fehlt ein zweiter Rettungsweg, der Zugang ist nicht barrierefrei, die technischen und sanitären Einrichtungen sind veraltet und in schlechtem Zustand. Im Zuge der umfassenden, denkmalgerechten Sanierung sollen die vorhandenen Mängel beseitigt werden. Es erfolgt eine Anpassung an die modernen Nutzungsanforderungen so z.B. die Verstärkung der Decke des Tanzsaales zur Schwingungsreduzierung. Ebenfalls werden der Brandschutz und die Barrierefreiheit an die heutigen Anforderungen angepasst. Das Nutzungskonzept und die bauliche Durchführung wurden eng mit den Nutzern abgestimmt, dadurch ist es möglich, dass auch während der Baumaßnahmen am Standort Angebote für Jugendliche gemacht werden können.

Tanzsaal, 2016; Foto: Lichtschwärmer - Christo Libuda
Tanzsaal, 2016
An der Remise und dem Hoftheater sind vor allem energetische Sanierungsmaßnahmen durchzuführen. Daneben werden auch die Innenräume instandgesetzt und die Gebäude brandschutztechnisch und akustisch verbessert.

Innenaufnahme vom Hoftheater vor der Sanierung, 2016; Foto: Lichtschwärmer - Christo Libuda
Hoftheater vor der Sanierung, 2016
Foto: Lichtschwärmer – Christo Libuda
Die Maßnahme wird mit Mitteln des Förderprogramms Städtebaulichen Denkmalschutzes finanziert.

Ziele der Baumaßnahme sind eine an die heutige Nutzung angepasste, denkmalgerechte Erneuerung und die Stärkung des Standortes als wichtige Infrastruktureinrichtung für Kinder und Jugendliche und als Begegnungsort zum interkulturellen Dialog.

Daten

  • Baujahr/Entstehung: 1867-1868 nach einem Entwurf von Adolf Gerstenberg
  • Denkmalart: Baudenkmal
  • Eigentümer: Bezirk Friedrichshain Kreuzberg von Berlin
  • Geförderte Maßnahmen:
    Hauptgebäude, Remise und Hoftheater
    Fassaden- und Dachsanierung, Neubau zweites Treppenhaus, Neuerrichtung und Sanierung von Sanitäranlagen, Sanierung und Ertüch­ti­gung von Türen und Fenstern, energetische Ertüchtigung der obersten und untersten Geschossdecken, Errichtung eines barriere­frei­en Zugangs zum Hauptgebäude, Erneuerung der Gebäudetechnik, Sanierung der Innenräume, Ertüchtigung des Brandschutzes und der akustischen Ausstattung u.a.
  • Architekten:
    Sting Architekten ELW, Gesellschaft für architekten mbH & Co. KG
    Bleibtreustraße 32
    10707 Berlin
  • Fördermittel / Gesamtkosten:
    rd. 5,3 Mio. €
  • Fertigstellung:
    geplant: 2020

Download