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    Städtebau  

 

Städtebaulicher Denkmalschutz – Fördergebiete, Vorhaben und Rundgänge

Humannplatz – Bezirk Pankow


Humannplatz

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Ausgangslage

Das Fördergebiet Humannplatz befindet sich im Norden des Ortsteils Prenzlauer Berg. Die gleichnamige Parkanlage, im Herzen des Wohnquartiers gelegen, ist nach dem Ingenieur und Archäologen Carl Humann benannt. Das Gebiet teilt sich stadträumlich und baulich in zwei verschiedenartige Teile. Einerseits gibt es die typische verdichtete kaiserzeitliche Bebauung mit Vorderhaus, Seitenflügel und Quergebäude und andererseits nordöstlich straßenbegleitende Blockrandbebauung mit großen grünen Innenhöfen des Reformwohnungsbaus der 1920er und 1930er Jahre. Diese Baublöcke stehen flächendeckend unter Denkmalschutz. Bis auf wenige Ausnahmen ist der Humannplatz ein Wohngebiet. Es ist in seiner Geschlossenheit weitgehend erhalten geblieben. In den Baublöcken um den Humannplatz herum sind Einrichtungen der sozialen Infrastruktur aus unterschiedlichen Bauperioden angeordnet.

Ziele und Schwerpunkte

Verschiedene Baustile mit bedeutenden Einzeldenkmalen und Denkmalbereichen mischen sich im Gebiet Humannplatz. Aufgrund der historischen Stadtgestalt wurde es 2009 als Erhaltungsgebiet festgelegt, mit dem Ziel bedeutsame bauliche Anlagen, die Stadtgestalt und die Ablesbarkeit von Stadt- und Architekturgeschichte von 1890 bis 1960 zu bewahren. Um die historischen Qualitäten des Gebiets zu sichern und an heutige Bedürfnisse anzupassen, wurde ebenfalls im Jahr 2009 für das Gebiet Humannplatz / Ostseestraße ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (INSEK) erarbeitet. Die Vertiefung und Fortschreibung des INSEK von 2011 bildet die Grundlage für die Förderung im Programm Städtebaulicher Denkmalschutz.

Grundsätzlich wurden neben den denkmalpflegerischen Zielen die Stärkung der Wohnnutzung, Stabilisierung der Sozialstruktur, familien- und generationsübergreifende Quartiersaufwertung und die Aktivierung des wirtschaftlichen und kreativen Potenzials der Bewohner*innen angestrebt.

Förderschwerpunkt ist die Erneuerung der sozialen Infrastruktur, insbesondere der Schulen und Kindertagesstätten im Gebiet. Der besondere Fokus liegt auf der umfassenden Gebäudesanierung und Anpassung an energetische Anforderungen zur Sicherung eines modernen Bildungs- und Betreuungsangebots. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Qualifizierung des öffentlichen Raums, der Grün- und Freiflächen und die Erhöhung der Verkehrssicherheit.

Projekte

Der Schwerpunkt des Einsatzes von Fördermitteln des Städtebaulichen Denkmalschutzes und anderer Förderprogramme lag bisher im Ausbau und der Qualifizierung der Einrichtungen von Schulen und Kindertagesstätten. Die denkmalgerechte Sanierung der Wilhelm-von-Humboldt-Gemeinschaftsschule in der Erich-Weinert-Straße 70 sowie des Heinrich-Schliemann-Gymnasiums in der Dunckerstraße 64 zählten zu den ersten Maßnahmen im Gebiet, die im Rahmen des Programms Städtebaulicher Denkmalschutz gefördert wurden. Beide Schulgebäude wurden nach den Plänen des Architekten Ludwig Hoffmann errichtet. Die umfassenden Sanierungen der Carl-Humann-Grundschule in der Scherenbergstraße 7 und der Wilhelm-von-Humboldt-Gemeinschaftsschule in der Gudvanger Straße 16-20 konnten 2018 bzw. 2020 abgeschlossen werden. Im Bereich der Kitas sind alle Standorte mit anfänglichem Bedarf mittlerweile saniert. In den kommenden Jahren werden an den Schulstandorten noch einzelne Maßnahmen zu Ende geführt.

Um die Wohn- und Lebensqualität im Kiez zu verbessern, wurde der Humannplatz an neue Nutzungsanforderungen angepasst und aufgewertet. Mit dem Umbau der Pappelallee/ Stahlheimer Straße und u.a. der Erich-Weinert-Straße sowie mit zahlreichen kleinteiligen Maßnahmen konnte die Verkehrssicherheit im Gebiet erhöht werden und eine gleichberechtigte Nutzung aller Verkehrsteilnehmer*innen erreicht werden. In 2016 wurden die Schulwegsicherung der Duncker-, Ahlbecker- und Kanzowstraße sowie die Erneuerung der Gehwege in der Gudvanger Straße abgeschlossen. Mit dem Abschluss der letzten Maßnahmen bei der verkehrlichen Infrastruktur wird das Ziel eines für Fußgänger und Radfahrende deutlich attraktiveren Straßenraumes erreicht.

Das Stadtbild hat seit 2009 eine deutlich sichtbare Aufwertung erfahren. Ein Großteil der städtebaulichen Ziele bei der Förderung im Programm Städtebaulicher Denkmalschutz konnte mit den durchgeführten Projekten erreicht werden.

Rechtsgrundlagen


Förmliche Festlegung als Erhaltungsgebiet



Ausgewählte Fördervorhaben


Gethsemanekirche
Gethsemanekirche
Stargarder Straße 77
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Humannplatz; Foto: Steinbrecher & Partner
Humannplatz
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Eröffnung des Lewaldplatzes nach der Sanierung, September 2017; Foto: BSM mbH
Lewaldplatz
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Schulgebäude Erich-Weinert-Straße 70 nach der Sanierung, 2014; Foto: Numrich Albrecht Klumpp, Gesellschaft von Architekten mbH
Wilhelm-von-Humboldt Gemeinschaftsschule
Erich-Weinert-Straße 70 und Gudvanger Straße 16-20
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