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Nachhaltige Erneuerung: Fördergebiet Marzahn-Hellersdorf

Schwerpunktbereich Hellersdorf Nord


Im Städtebauförderprogramm Nachhaltige Erneuerung ist das Quartier Hellersdorf Nord einer der sechs Schwerpunktbereiche in Marzahn-Hellersdorf. Seit 2012 wird hier der sogenannte Bildungscampus Kastanie entwickelt. Dazu gehören das innovative Kinderforscher*­Zentrum HELLEUM, die Pusteblume-Grundschule als Quartiersschule, das Nachbarschaftszentrum "Haus Kastanie" mit einer Kita sowie die Sporthalle der Mozart-Grundschule und zukünftig auch die neue Kita am Havelländer Ring. Im Norden befindet sich das frisch sanierte interkulturelle "Haus Babylon". Diese und weitere Projekte zur Stärkung der sozialen Infrastruktur wurden u.a. mit Mitteln der Nachhaltigen Erneuerung (früher: Stadtumbau) realisiert.

Seit 2020 errichten kommunale Wohnungsgesellschaften wie die GESOBAU AG und die STADT UND LAND auf den benachbarten Flächen des ehemaligen Stadtgutes Hellersdorf mehr als 3.400 Wohnungen. Deshalb sind parallel dazu der weitere Ausbau von sozialen Einrichtungen und die Entwicklung von öffentlichen Grün- und Freiflächen wichtig. Die neuen gemeinschaftlichen Angebote dienen dem Zusammenwachsen der alten und neuen Wohnviertel. Besonderes Gewicht für Familien und Kinder haben Investitionen in hervorragende Bildungsangebote.

Der Ausbau von Kitas, Freizeiteinrichtungen, Straßen, Plätzen sowie Sport- und Grünflächen wird durch zwei städtebauliche Verträge zwischen dem Wohnungsunternehmen GESOBAU AG und dem Land Berlin abgesichert und finanziert, u.a. mit Mitteln aus dem Programm Nachhaltige Erneuerung.

Das historische Stadtgut Hellersdorf

Das Wohnungsbaugebiet rund um das historische Gut Hellersdorf liegt in unmittelbarer Nähe des Stadtteilzentrums Helle Mitte. Das Gut und das Dorf Hellersdorf wurden im 14. Jahrhundert erstmals erwähnt. Es wechselte mehrfach den Besitzer und ging Ende des 19. Jahrhunderts an die Stadt Berlin. In dieser Zeit wurden Ställe, Wirtschafts- und Verwaltungs­gebäude, Arbeiterwohnhäuser und eine Schule gebaut. Mit dem Ende der DDR endete auch die landwirtschaftliche Nutzung des Gutes. In der Folge siedelten sich Gewerbebetriebe an, die zum Teil immer noch aktiv sind. Ein Großteil der Flächen und Gebäude lag allerdings bis 2020 brach. Seit 1993 steht das Gut Hellersdorf auf der Berliner Denkmalliste.

Das neue Wohnquartier

Rund um das Zentrum des ehemaligen Gutes lässt die städtische Wohnungsgesellschaft GESOBAU AG zwischen Zossener und Cottbusser Straße auf ungenutzten Flächen Wohnungen für rund 3.000 Menschen errichten. Das Denkmalensemble mit seinen historischen Gewerbebauten, ehemaligen Ställen und Wohnhäusern wird saniert und mit weiteren Gebäuden zu einem lebendigen Zentrum für Kultur, Gastronomie und Gewerbe entwickelt. Hier wird auch ein Stadtplatz entstehen, auf dem Märkte und Feste stattfinden können. 

In Höhe und Verteilung der Baukörper sowie mit kleinen Plätzen, grünen Wohnhöfen und Spielplätzen fügt sich das Neubauquartier in die Struktur der bestehenden Großsiedlung ein. Neben vielen Freiflächen trägt auch die Dachbegrünung zu einer guten Klimabilanz des Quartiers bei. Im neuen Quartier wird außerdem ein umweltfreundliches Mobilitätskonzept umgesetzt: Im Norden und Süden soll je eine Quartiersgarage entstehen, um das Gebiet vom parkenden Verkehr zu entlasten. Die Wohngebietsstraßen werden fuß- und fahrradfreundlich angelegt. Neue Verbindungen erleichtern auch den Bewohner:innen benachbarter Quartiere den Weg ins Zentrum Helle Mitte. 30 Prozent der Wohnungen werden gefördert und zu Nettokaltmieten von 6,50 Euro vermietet. Zusätzlich sind zahlreiche Wohnungen für Studierende oder ältere Menschen vorgesehen, letztere werden barrierearm oder rollstuhlgerecht sein. 

Baubeginn war 2020. Im nördlichen Teil an der Zossener Straße und am Havelländer Ring sind zurzeit 943 Wohnungen im Bau. Die ersten sollen Ende 2021 bezugsfertig sein, während weiter südlich einige Wohnungen bereits bezogen sind. 

Das neue Wohnquartier liegt zwischen zwei Quartiersmanagementgebieten. Mit den dort entwickelten Strukturen der Nachbarschaftsarbeit kann das Zusammenwachsen der Bewohnerschaft der „alten Großsiedlungsquartiere“ mit den neu hinzukommenden Bewohnerinnen und Bewohnern gut gelingen.

Anpassung der Infrastruktur

Um die nötige Infrastruktur für die Bewohner:innen zu schaffen, werden auch weiterhin Mittel der Städtebauförderung genutzt. Eine neue Kita entsteht am Havelländer Ring direkt neben dem 2015 errichteten Erweiterungsbau der Pusteblume-Grundschule, beide Einrichtungen finanziert aus dem Programm Stadtumbau/ Nachhaltige Erneuerung.

Die beliebte Skateranlage wird mit Mitteln aus dem Investitionspakt Sportstätten als Teil eines geplanten Aktivparks südlich des Gutsgeländes nach Westen verlagert, um Lärmkonflikte zu vermeiden. Als weiteres Element des zukünftigen Aktivparks soll eine Rundlaufbahn mit angelagerten Sportflächen entstehen, die ebenfalls mit Mitteln aus dem Investitionspakt Sportstätten finanziert wird. Die Kleingärten westlich des Gutshauses haben mit einem Gemeinschaftsgarten neue Nachbarn bekommen, der vom Träger Nomadisch Grün gGmbH bewirtschaftet wird. Hier ist auch der Ort für die internationale Erforschung von gesamtstädtischen Ernährungsstrategien (Edible City Network). Das gesamte Quartier soll ein Ort für gesundes und umweltfreundliches Wohnen werden und allen Menschen spannende Begegnungsmöglichkeiten bieten.

Projekte der Nachhaltigen Erneuerung und weitere Meilensteine

Siehe Karte oben und Karte als PDF

Laufende Projekte der Nachhaltigen Erneuerung

Dreistöckiges Gebäude mit Holzlamellen-Fassade im Erdgeschoss, darüber weiß

Umbau und energetische Sanierung des interkulturellen Zentrums Haus Babylon

Das ehemalige Kitagebäude des interkulturellen Zentrums „Haus Babylon“ wurde umfassend saniert und im Inneren den Bedürfnissen der Nutzer angepasst. Ein Aufzug und entsprechende Sanitärräume sorgen für Barrierefreiheit. Ein Teil des Hauses wird nun durch die Musikschule genutzt. Die attraktive Fassade zeugt mit dem Schriftzug "Babylon Respekt Toleranz" vom Charakter des Hauses. Am Tag der Städtebauförderung wird das Haus im kleinsten Kreis feierlich eingeweiht.
Basketballkorb, Laubbäume, dahinter helles Gebäude

Neugestaltung der Außenanlagen für das Haus Babylon

Das ehemalige Kitagebäude des interkulturellen Zentrums „Haus Babylon“ wurde bis 2021 umfassend saniert. Nach Abschluss der Hochbauarbeiten werden ab Herbst die Außenanlagen neu gestaltet.
Lageplan mit Ballspielfeld, Laufbahn, grünem Klassenzimmer, Kita

Neubau von Sportanlagen für die Pusteblume-Grundschule

Die Pusteblume-Grundschule in Hellersdorf Nord liegt im Einzugsbereich des neu entstehenden Quartiers Stadtgut Hellersdorf mit geplanten 1.500 Wohnungen sowie Gewerbeflächen. Seit 2015 wird die Qualifizierung und Erweiterung der wichtigen Quartiersschule mit Mitteln des Stadtumbaus gefördert. Als letzte Maßnahme entstehen bis Ende 2021 zusätzliche Sportflächen neben dem Erweiterungsbau. Direkt angrenzend ist eine neue Kita geplant.

Neubau Jugendforscher*zentrum HELLEUM II

Das Kinderforscherzentrum HELLEUM ist seit seiner Eröffnung 2012 ein Ort des forschenden Lernens und der Verbreitung von Lernwerkstatt-Methoden. Die aus dem Stadtumbau finanzierten Außenanlagen bieten Raum für spielerische Erfahrungen mit den Naturgesetzen. Es wird bis 2022 um ein Jugendforschungszentrum erweitert.
Zweigeschossiges Gebäude mit Holzlattenfassade und höherem Treppenhaus in der Mitte

Neubau einer Kita am Havelländer Ring

Im Bereich Kastanienallee/Gut Hellersdorf entstehen bis 2023 ca. 1.500 Wohnungen. Der benachbarte Bildungscampus Kastanie wird nun durch eine neue Kita in besonders nachhaltiger Bauweise ergänzt. In den letzten Jahren wurden hier schon das HELLEUM, die Pusteblume-Grundschule und das Haus Kastanie gefördert.

Neubau eines denkmalgerechten Stadtplatzes auf dem Geländes des Stadtgutes

Auf dem Gelände des historischen Stadtgutes ist südlich des Gutshauses im Einklang mit der denkmalgeschützten Bebauung ein neuer Stadtplatz geplant. Der Platz soll als zentraler attraktiver Treffpunkt mit verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten, wie Märkte und Feste, dienen. 

Weitere aktuelle Schlüsselprojekte in Hellersdorf Nord

Aktivpark Hellersdorf

Der wachsende Bedarf an Sportmöglichkeiten jenseits des Vereinssports war ausschlaggebend für die Aktivpark-Idee. Im Sinne eines "grünen Sport- und Freizeitbandes" sollen entlang der Kastanienallee vorhandene Sport-, Schul- und Freiflächen um weitere Sport- und Bewegungs-Angebote ergänzt werden. Der Libertypark wird nach Westen an die dortige Parcourfläche verlegt. Im Förderprogramm Nachhaltige Erneuerung wurde dazu eine Machbarkeitsstudie erstellt. Einzelne Projekte, wie der Zirkus Maximus und die Verlagerung des Skateparks, werden mit Mitteln aus dem Bund-Länder-Programm „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten“ umgesetzt.

Erweiterung des Kieztreffs im Haus Kastanie

Ab 2022 soll der öffentliche Kieztreff im Haus Kastanie mit Fördermitteln aus dem Baufonds im Programm Sozialer Zusammenhalt um- und ausgebaut werden. Durch die Erweiterung des Kieztreffs im Erdgeschoss entsteht ein Begegnungszentrum für alle Generationen mit einem breiten kulturellen Angebot, wie Tanz- und Musikveranstaltungen und Festen. Der bereits fertige Kiezgarten verbindet das Haus Kastanie mit dem HELLEUM und dem Gut Hellersdorf und den dort geplanten Einrichtungen für das alte und das neue Wohngebiet.

Wohnungsneubau westliche Kastanienallee

GESOBAU AG

267 neue Wohnungen an folgenden Adressen:
Zossener Straße 138/156, Alte Hellersdorfer Straße 108, 
Havelländer Ring 32 und 34-38
Quartiersgarage und Unterkunft für geflüchtete Menschen

Fertigstellung erster Wohnungen Ende 2021

Wohnungsneubau Mittenwalder Straße

STADT UND LAND

310 neue Wohnungen in der Mittenwalder Straße 2-12

Fertigstellung erster Wohnungen Mitte 2022

Stand: November 2021

Fördergebiete & Projekte

Aus "Stadtumbau" wird "Nachhaltige Erneuerung"

Gebietsporträt zum Download

Ansprechpartner*innen

Blank, Rainer
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen
Tel: 030 90139 4863
Antony, Sabine
Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Abt. Stadtentwicklung, Gesundheit, Personal u. Finanzen, Stadtentwicklungsamt
Tel: (030) 90293 5210
Hanczuch, Sven
Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Abt. Stadtentwicklung, Gesundheit, Personal u. Finanzen, Stadtentwicklungsamt
Tel: (030) 90293 5214
Marsch, Stephanie
Weeber + Partner
Tel: 030 8616 424

News aus dem Fördergebiet

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