Rückbau des Hochhauses Frankfurter Allee 135

Rückbau 2004. Inzwischen sind hier ein neues Quartier und der Stefan-Heym-Platz entstanden

HOWOGE AG

Direkt gegenüber dem Ring-Center in unmittelbarer Nähe des denkmalgeschützten Lichtenberger Rathauses stand bis 2004 ein 18-geschossiges Hochhaus der HOWOGE. Im Januar 2004 begann der Rückbau der Gebäudehülle. Platte für Platte wurde demontiert und mit einem Spezialkran aus maximal 68 Metern Höhe abgesetzt und anschließend von einem Entsorgungsunternehmen verarbeitet. Die Demontage der einzelnen Platten war nötig, um die Erschütterungen für die U-Bahn-Linie 5 möglichst gering zu halten.

Überlegungen für den Abriss des Gebäudes gab es schon länger. Eine Sanierung verwarfen die Planer des Unternehmens aus verschiedenen Gründen. An einer stark befahrenen Kreuzung gelegen, ließen sich die Wohnungen immer schwerer vermieten. Entscheidend aber waren städtebauliche Aspekte, das Gelände sollte neu bebaut und der Umgebung angepasst werden. Diese Meinung vertrat auch der Senat, der die Ecke Frankfurter Allee / Rathausstraße / Möllendorffstraße in den Wettbewerb "Stadtumbau Ost" aufnahm. 

Ende 2002 erteilte das Bezirksamt Lichtenberg die Abrissgenehmigung, im Oktober 2003 waren die 136 Wohnungen leer gezogen. Im Dezember begann die Entkernung des Wohnhauses. Im Juli wurde der letzte Bauschutt beseitigt und Rasen angesät.

Das Architekturbüro J.S.K. entwickelte in einer Projektstudie zur Nutzung der 4,8 Hektar ein Konzept für das so genannte "Lichtenberger Rathausdreieck". Für dessen Realisierung wurden - bisher erfolglos - Investoren gesucht. Das Areal wird derzeit hauptsächlich als Parkplatz genutzt. 

Der großflächige Abriss der Plattenbauten war für die HOWOGE kein Thema. Das Hochhaus blieb eine aus städtebaulichen Gründen notwendige Ausnahme.

Neues Quartier am Rathauspark

Bis 2021 entstand am Stefan-Heym-Platz, Ecke Frankfurter Allee 129-137 ein neues Wohnquartier mit einem wiederum 18-geschossigen Bürohochhaus mit Gewerbe im Erdgeschoss und sechs-geschossigen Seitenflügeln, die den Verkehrslärm von der dahinter liegenden Bebauung mit 251 Wohnungen sowie einer Kita abschirmen.

Die öffentliche Beteiligung an der Planung des Stefan-Heym-Platzes wurde von der Gebietsbearuftragten des Fördergebietes Frankfurter Allee Nord maßgeblich organisiert.

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Stand: April 2024