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Nachhaltige Erneuerung: Fördergebiet Märkisches Viertel

Abbau von Barrieren im öffentlichen Raum - Maßnahmenkonzept und Umsetzung


Der Abbau von Barrieren für Menschen mit körperlichen Einschränkungen ist ein wichtiges Thema in der Großsiedlung Märkisches Viertel. 2016 organisierte das Bezirksamt Reinickendorf mehrere Rundgänge mit behinderten und älteren Menschen, um Barrieren im öffentlichen Raum zu identifizieren. Befragt wurde auch die Beauftragte für Menschen mit Behinderung, Regina Vollbrecht. Das Ergebnis war ein Maßnahmenkatalog, der seit 2018 schrittweise umgesetzt wird. 

Im Konzept wurden zahlreiche Orte identifiziert, an denen Mittelinseln und Querungshilfen ergänzt oder verändert werden sollen. Insgesamt wurde ein Bedarf an 12 neuen Leitsystemen und Querungshilfen ermittelt. Veränderungen sind zudem an 15 Mittelinseln sowie 11 Ampelanlagen notwendig. Hinzu kommen kleinteilige Maßnahmen, wie der Einbau fehlender Bodenindikatoren an einigen Bordsteinabsenkungen.

Erster Schwerpunkt der Maßnahmen war die Verbesserung der Auffindbarkeit und Erreichbarkeit des Fontane-Hauses. Hier wurde ein taktiles Leitsystem angelegt, um für sehbehinderte und blinde Menschen den Weg von den Bushaltestellen „Märkisches Zentrum“ am Wilhelmsruher Damm zum Fontane-Haus mit dem Bürgeramt zu erleichtern. Die Pflanztröge in diesem Abschnitt wurden gereinigt und neu bepflanzt. Im Bereich des Fontane-Hauses wurden die Geländer, u.a. mit Gravuren in Braille-Schrift, an die Bedürfnisse von sehbehinderten und mobilitätseingeschränkten Menschen angepasst.

Auch fünf Mittelinseln am Senftenberger Ring wurden barrierearm umgestaltet. Weitere Verbesserungen an zahlreichen Querungshilfen folgen 2021.

Für eine möglichst barrierearme Großsiedlung sollte die Gestaltung sowohl der privaten als auch der öffentlichen Grundstücksflächen den Anforderungen an eine barrierarme Gestaltung gerecht werden. Die Freiflächen der Wohnanlagen der kommunalen GESOBAU AG wurden schon im Rahmen der dortigen Modernisierungsmaßnahmen barrierearm umgestaltet. Der Bezirk verständigte sich mit der GESOBAU AG über weitere Maßnahmen zur barrierearmen Ausgestaltung des öffentlichen Raums, um diesen noch besser an die bereits umgestalteten Grundstücke der Wohnungsbaugesellschaft anzubinden.

Quelle: S.T.E.R.N. GmbH, bearb. A. Stahl
Stand: Oktober 2021

Informationen

Auftraggeber/Bauherr:

Bezirksamt Reinickendorf

Planung:

Gutachten: Arbeitsgemeinschaft Belvedere mbH / Brigitte Gehrke, Freischaffende Landschaftsarchitektin

Gesamtkosten:

867.500 EUR aus dem Programm Stadtumbau, inkl. Mittel der EU (EFRE)

Realisierung:

2016 bis 2021

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AktuellAbgeschlossen

Fördergebiete & Projekte

Aus "Stadtumbau" wird "Nachhaltige Erneuerung"

Ansprechpartner:innen

Spletzer, Robert
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen
Tel: 030 90139 4866
Villnow, Renate
Bezirksamt Reinickendorf von Berlin
Tel: (030) 90294 3021
Herold, Franka
S.T.E.R.N. GmbH - Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung
Tel: 030 443636 39

Projekt-News

November 2016

Selbstbestimmt durch das Märkische Viertel

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