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Nachhaltige Erneuerung

Aktuelles


Zweite Werkstatt zur Neuen Mitte Tempelhof mit konkreten Vorschlägen zur Zukunft des Quartiers

Am 11. Juni soll der städtebauliche Entwurf ausgewählt werden

Februar 2020

Nach den ersten Werkstattterminen im Oktober und Dezember 2019 stieß auch die zweite öffentliche Werkstatt zur Zukunft der Neuen Mitte Tempelhof am 13. Februar 2020 auf reges Interesse der Bewohnerschaft und der lokalen Akteure. Erneut füllten etwa 200 Menschen die Aula des Askanischen Gymnasiums und umlagerten die Tische mit den überarbeiteten Entwürfen und Modellen von Teleinternetcafe mit Treibhaus Landschaftsarchitektur Hamburg, Adept mit Topotek1, coido mit Bruun & Möllers, Steg sowie superwien mit Siri Frech, Institut für partizipatives Gestalten.

Zuvor waren die Arbeitsstände drei Tage lang im Rathaus Tempelhof öffentlich ausgestellt worden. Von Montag bis Mittwoch nutzten rund 60 Interessierte zwischen 16 und 19 Uhr die Chance, die Vorschläge vorab intensiv zu studieren und Fragen und Hinweise an die Fachleute des Büros Luchterhandt weiterzugeben, das als externes Büro das Verfahren steuert. In mehreren internen Werkstattgesprächen wurden die Arbeiten parallel auch mit den lokalen Akteuren und Gebäudenutzern wie Diakonie, Jugendamt, Pfadfinderinnen und Pfadfindern oder Kleingartenverband besprochen.

Für einen intensiven Austausch war auch in der zweiten Werkstatt reichlich Gelegenheit. Nach Begrüßungsworten durch den stellvertretenden Bezirksbürgermeister von Tempelhof-Schöneberg und Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Bauen, Jörn Oltmann, erläuterte Dr. Sandra Obermeyer, Abteilungsleiterin für Wohnungswesen, Wohnungsneubau, Stadterneuerung und Soziale Stadt bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, für alle neuen Werkstattteilnehmerinnen und -teilnehmer noch einmal die Ziele, Rahmensetzungen und den Ablauf des Werkstattverfahrens.

Nach Kurzpräsentationen der Planungsteams tauchten die Teilnehmenden an vier Tischen direkt in den Dialog mit den Planerinnen und Planern zu ihren Entwürfen ein. Der Aufruf des Gremiumsvorsitzenden Prof. Gernot Schulz, vor jeden kritischen Hinweis eine positive Rückmeldung zu stellen, stieß auf offene Ohren: Viele lobten die in allen Konzepten angelegte Verbindung über den Tempelhofer Damm hinweg, grüne Dächer und Räume für Initiativen und Kleingewerbe in den Erdgeschosszonen. Dabei fand der Umgang mit der grünen Mitte bei Teleinternetcafé mit Treibhaus Landschaftsarchitekten genauso Anklang wie die angestrebten vielfältigen Gebäudeformen und die weichen Übergänge zwischen Grün und Wohnbebauung bei Adept mit Topotek 1. Das Team coido mit Bruun & Möllers, Steg aus Hamburg setzte besondere Akzente mit ihrem unten transparenten Erdgeschoss des Kulturbausteins und den Arkaden am "Alten Park". Als neue Ansätze wurden auch der kombinierte Kultur-, Bildungs- und Schwimmbad-Baustein im Entwurf von Teleinternetcafé sowie die Ideen zu gemeinschaftlichen Nutzungen in den Erdgeschossen und den geplanten „Allmenderäumen“ beim Team von Superwien hervorgehoben.

Für Diskussionen sorgten das Spannungsfeld zwischen Kompaktheit und Höhe der Wohnbauten, Lage und Größe des Stadtbades und seine Kombination mit anderen Nutzungen sowie der Abriss oder Erhalt des Eva-Maria-Buch-Hauses, das zu klein und nicht mehr praktikabel für die Bezirkszentralbibliothek ist. Auch über die Wegeführung im Gebiet, insbesondere potenzielle Konflikte zwischen Rad- und Fußverkehr in den Grünanlagen, wurde intensiv gesprochen. Der Vorsitzende des Beratungsgremiums, Prof. Gernot Schulz, bat zum Abschluss darum, die Interessen derjenigen nicht zu vergessen, die neu in das Quartier ziehen werden.

Die Diskussionen an den Tischen wurden wie bei der ersten Werkstatt durch jeweils zwei Sprecherinnen bzw. Sprecher aus der Bürgerschaft begleitet und protokolliert. Diese vermittelten am Ende des Abends ihre Eindrücke der Diskussion an das Auditorium und wurden wie beim letzten Mal zur internen Nachbesprechung des Beratungsgremiums mit den Sachverständigen aus der Verwaltung und den externen Beraterinnen und Beratern am Folgetag eingeladen.

Die kommende interne Werkstatt am 26. März dient der fachlichen Beurteilung der Entwürfe und dem Austausch zu Querschnittsthemen und ist als nicht-öffentliche Diskussionsrunde zwischen Planungsteams und Beratungsgremium konzipiert. Bei der Veranstaltung fanden sich acht Vertreterinnen bzw. Vertreter aus der Nachbarschaft, die auch bei dieser Werkstatt als Gäste teilnehmen werden. Für die breite Öffentlichkeit besteht die Möglichkeit, die nochmals überarbeiteten Entwürfe am Vorabend der Werkstatt, dem 25. März, in einer öffentlichen Ausstellung erneut zu kommentieren.

Am 11. Juni endet die Beteiligung mit der öffentlichen Abschlusswerkstatt. In diesem Zusammenhang entscheidet das Beratungsgremium, welcher städtebauliche Entwurf als Grundlage für die Umsetzung der Neuen Mitte Tempelhof dienen soll.

Alle Entwürfe sind auf der Projektseite www.berlin.de/neue-mitte-tempelhof zu finden.

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