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Nachhaltige Erneuerung

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Moabit: Nachhaltig grüne Oase für die Mittagspause

An der Ecke Bremer-/Birkenstraße wird eine Grünanlage fit gemacht für den Klimawandel

Oktober 2021

Der kleine Grünstreifen an der Birkenstraße wird von den Passant:innen, die zum nahen U-Bahnhof laufen, derzeit wenig beachtet. Kein Wunder, ist er doch mit den Jahren zugewuchert, wurde dadurch immer weniger einsehbar und so von der Bevölkerung gemieden. Stattdessen gab es Beschwerden über Müll und nächtlichen Lärm.

Der Bezirk Mitte möchte hier etwas verändern und beantragte daher im letzten Jahr Gelder aus dem Förderprogramm Nachhaltige Erneuerung für die Umgestaltung. Um die Anwohnenden zu beteiligen, wurde bereits Ende 2020 eine Online-Umfrage auf der Beteiligungsplattform mein.berlin.de gestartet. Die dort geäußerten Kommentare (Dokumentation) ließ das Büro LA.BAR Landschaftsarchitekten in einen Vorentwurf einfließen. Den präsentierte das Planungsbüro am 30. September 2021 bei einem Vor-Ort-Termin in der Bremer Straße – gemeinsam mit dem Bezirksamt und der S.T.E.R.N. GmbH als Gebietsbeauftragte.

Auf dem Plan, angepinnt auf großen Tafeln, wird deutlich, dass es bei der Maßnahme an der Ecke Bremer- und Birkenstraße um mehr geht, als um Gartenpflege. Thema ist der Klimawandel, der allen Berliner Grünflächen stark zu schaffen macht. Der kleine Grünzug mit seinem schönen Baumbestand soll deshalb ein Auftaktprojekt für den „Nahraum Bremer Straße“ sein. Zu den Ideen gehören etwa ein Naturlehrpfad oder die Verwendung von Pflanzen, die Trockenheit aushalten und Lebensraum für Insekten bieten. Erfahrungen auf diesem Teilstück können später auf andere Flächen übertragen werden.

Die Besucher:innen kommen an diesem Nachmittag schnell mit den Planenden ins Gespräch. Gern ergänzen sie die Tafeln mit Post-its und kleinen Stadtmöbeln aus Papier, die sie an die gewünschte Stelle pinnen. Hier eine Bank, dort vielleicht eine Tischtennis-Platte und möglichst viele blühende Sträucher. So füllen sich im Laufe des Nachmittags die Landschaftspläne mit vielen Ergänzungen und Anregungen für die kleine grüne Oase. „Hier möchte ich meine Mittagspause verbringen, mal in der Zeitung blättern und das Gesicht kurz in die Sonne halten. Manchmal will man einfach seine Ruhe haben und dies möglichst im Grünen“, bringt es ein Nachbar auf den Punkt. Eine Bewohnerin ergänzt: „Gerade in Zeiten des Lockdowns merkten wir, wie wichtig solche Flächen sind. Und diese hier ist günstig gelegen in Sichtweite vom U-Bahnhof. Hier kommen viele Menschen vorbei. Jetzt müssen die Sträucher zurückgeschnitten werden, sodass alles heller wirkt.“

Nicht alle Anregungen werden in der endgültigen Planung Berücksichtigung finden, aber alle sind froh über die Möglichkeiten der Beteiligung. „Ist einfach toll, dass wir gefragt werden“, meint eine Zwölfjährige, die sich gern mit ihren Freundinnen hier nachmittags treffen würde. Parallel zum Vor-Ort-Termin konnten Interessierte zwei Wochen lang ihre Anregungen zum aktuellen Entwurf online auf mein.berlin.de äußern. Der Entwurf wird nun, ergänzt durch die Kommentare aus der Bevölkerung, noch einmal überarbeitet und vor dem Baustart erneut der Öffentlichkeit vorgestellt. Insgesamt soll das Projekt rund 400.000 Euro kosten, 2023 soll alles fertig sein.

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Aus "Stadtumbau" wird "Nachhaltige Erneuerung"

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