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Nachhaltige Erneuerung

Aktuelles


Kulturforum Hellersdorf wurde digital eröffnet

Die Jugendkunstschule "Lin Jaldati" bezieht das Gebäude als Hauptnutzerin

Mai 2021

Die Bauarbeiten am Kulturforum Hellersdorf sind schon seit November 2020 abgeschlossen – am 5. Mai 2021 setzte der Bezirk Marzahn-Hellersdorf mit einer digitalen Eröffnungsfeier ein Zeichen der Hoffnung auf bald wieder mögliche Kulturerlebnisse vor Ort. Durch die Veranstaltung führte Kulturstadträtin Juliane Witt. Mehr als 50 Gäste waren online dabei. Sekt und Blumen gab es nicht, dafür aber viel Prominenz: Mit Redebeiträgen vertreten waren u.a. die stellvertretende Botschafterin des Königreichs der Niederlande, Wilhelmijn van Haaften, Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle, Kultursenator Klaus Lederer, die Staatssekretärin für Wohnen, Wenke Christoph, der Intendant der Staatsoper Berlin, Matthias Schulz, die Leiterin der Kinderoper Berlin, Regina Lux-Hahn und die beiden Künstlerinnen Jalda Rebling und Anna Adam.

Grund für die Prominenz ist die zukünftige Nutzung des Hauses durch die bezirkliche Jugendkunstschule, die ab sofort den Namen "Lin Jaldati" trägt. Lin Jaldati lebte von 1912 bis 1988 und war eine niederländisch-jüdische Künstlerin, die nach Verfolgung und Konzentrationslager 1952 in die DDR übersiedelte und von hier aus als Interpretin der jüdischen Musik weltberühmt wurde. Heute kennt in Deutschland kaum noch jemand ihren Namen. Als Namensgeberin der Jugendkunstschule soll sie für die freie Ausübung der Kunst, Kreativität, Respekt, Toleranz, Mut und Lebensfreude stehen. Die stellvertretende niederländische Botschafterin Wilhelmijn van Haaften und die Tochter Lin Jaldatis, Jalda Rebling, erinnerten am niederländischen Tag der Befreiung an ihr Leben.

Die Jugendkunstschule kooperiert u.a. mit dem Kinderopernhaus Marzahn-Hellersdorf. Vor allem bei der Entwicklung von Bühnen- und Kostümbild wollen sie eng zusammenarbeiten. Die Leiterin der Kinderopern in Berlin, Regina Lux-Hahn, bedankte sich bei den Verantwortlichen des Bezirks Marzahn-Hellersdorf und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen für den fantastischen Proben- und Aufführungsort. Thomas Theus, der Leiter der bezirklichen Jugendkunstschule, versprach, das Haus sieben Tage die Woche zu bespielen: mit Kitagruppen und Schulklassen, in den nachmittäglichen Kursen von Pantomime bis plastisches Gestalten und natürlich mit Projekten und Ausstellungen. Weitere Kooperationspartner dafür sind u.a. die Musikschule "Hans Werner Henze", das HELLEUM und das Umweltbildungszentrum. Auch Jalda Rebling wird mit der Jugendkunstschule zusammenarbeiten.

Rund zwei Jahre lang wurde das 30 Jahre alte Gebäude mit fast 2,7 Millionen Euro aus dem Stadtumbau-Programm saniert und besser an die Bedürfnisse der kulturellen Bildungsarbeit angepasst. Im Zentrum standen die energetische Sanierung sowie die Verbesserung der Barrierefreiheit und der Akustik. Das Architekturbüro Nauerschnig setzte die Aufgabe eindrucksvoll um, das Gebäude als Zeuge der späten DDR-Architektur wirkungsvoll, aber sehr behutsam zu verändern. Der Grundriss mit Atelier, Ballett- und großem Saal blieb im Wesentlichen erhalten, die Fassade erhielt jedoch eine helle Ziegelverkleidung, die sich gut in das Wohngebiet einfügt. Durch eine breite Lichtfuge quer durch den großen Saal dringt nun mehr natürliches Licht in das Gebäude, das durch die sichtbaren Lüftungsrohre und das strahlende Weiß im Inneren noch wie ein futuristisches Labor wirkt.

Rund um das Gebäude sind weitere Projekte geplant: Der neue Name "Jugendkunstschule Lin Jaldati" soll durch Jalda Rebling und Anna Adam gestaltet werden. Der Schriftzug wird an prominenter Stelle am Gebäude seinen Platz finden. Der Garten wird in einem Schüler:innen-Projekt in Kooperation mit „Grün macht Schule“ neugestaltet. Die Jugendkunstschule Lin Jaldati im Kulturforum Hellersdorf ist bereit, als Ort der kulturellen Bildung, ihren Betrieb aufzunehmen.

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