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Nachhaltige Erneuerung

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Neue Mitte Tempelhof – Siegerentwurf des kooperativen Werkstattverfahrens gekürt

Das Quartier soll zur grünen Mitte mit markantem Zentrum werden

September 2020

Mit der Abschlusswerkstatt am 23. September 2020 ist nach gut einem Jahr intensiven Austauschs das Kooperative Werkstattverfahren zur Neuen Mitte Tempelhof erfolgreich zu Ende gegangen. In dem von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und dem Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg initiierten diskursiven Verfahren hatten vier internationale Planungsteams aus den Bereichen Architektur und Landschaftsarchitektur unterschiedliche Ansätze für die städtebauliche Entwicklung des neuen Stadtquartiers mit Kultur- und Bildungsbaustein, Rathauserweiterung und rund 500 Wohnungen vorgeschlagen. Am Ende konnte sich das Konzept von Teleinternetcafe Architektur und Urbanismus mit Treibhaus Landschaftsarchitektur durchsetzen.

Seine besonderen Stärken liegen im hohen Grünanteil – die Verfasser*innen nennen das Konzept auch "Grüne Mitte" – was bei den Anwohner*innen, die den gesamten Prozess intensiv verfolgten, besonders gut ankam. Außerdem schafft der Entwurf mit dem markanten Hochhaus für den sogenannten Kultur- und Bildungsbaustein am Tempelhofer Damm ein neues Erkennungszeichen für das Quartier. Das Gebäude für Bibliothek, Volkshochschule, Musikschule, Ausstellungen und Café gruppiert sich im Konzept zusammen mit dem Erweiterungsbau für das Rathaus Tempelhof und dem bestehenden Rathaus um einen neu zu schaffenden Tempelhofer Platz, der zu einer Wiese als nutzungsoffener Fläche und weiter zu den Kleingärten überleitet. Der vorgeschlagene Quartiersplatz an der Götzstraße soll neben dem neu verorteten Schwimmbad und der gegenüber liegenden Kita Teil eines Wohnensembles werden. 

Der stellvertretende Bezirksbürgermeister und Bezirksstadtrat von Tempelhof-Schöneberg, Jörn Oltmann, zeigt sich mehr als zufrieden mit dem einstimmig von der siebenköpfigen Jury gefällten Urteil. Die 4. Werkstatt sei ein Finale mit einem Hauch von Champions League gewesen: „Ich bin begeistert, welche Entwicklung und Verbesserung die unterschiedlichen städtebaulichen Entwürfe genommen haben und wie die vielseitigen Anregungen aufgenommen wurden. Das bezirkliche Interesse liegt vor allem darin, Grundlagen für ein Stadtquartier der Zukunft zu finden mit einem hohen Grünflächenanteil, bezahlbarem Wohnraum für alle und einer markanten Bebauung am T-Damm. Der Siegerentwurf liefert dafür viele Anhaltspunkte, die in der weiteren Planung konkretisiert werden müssen.“

Gernot Schulz aus Köln leitete als Vorsitzender des Beratungsgremiums auch diese letzte Werkstatt. Er urteilt: „Der Siegerentwurf zeichnet sich dadurch aus, dass er aus den Qualitäten des Ortes heraus entwickelt ist und mit dem neuen Zentrum am Rathaus einen mutigen Akzent setzt. Die Idee des großen städtischen Grünraums verbindet in Zukunft die Quartiere westlich und östlich des T-Damms und ermöglicht jetzigen und zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohnern Tempelhofs die Teilhabe an städtischem Wohnen im Grünen und an den vielfältigen kulturellen Angeboten der Neuen Mitte Tempelhof.“

Der erfahrene Architekt hat schon viele ähnliche Verfahren mit intensiver Beteiligung der Öffentlichkeit mitgestaltet. Eine öffentliche Entscheidungsfällung, wie hier, sei jedoch ein Novum. Pandemiebedingt waren nur wenige Gäste in der alten Zollgarage zugelassen, die gesamte Sitzung ließ sich jedoch von 17 Uhr bis 21 Uhr per Live-Stream im Internet verfolgen und ist nach wie vor auf dem Youtube-Kanal der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen verfügbar. So lässt sich die detaillierte Diskussion um wichtige Details Schritt für Schritt über die gesamten vier Stunden nachvollziehen.

Nach den teils kontroversen Diskussionen seit dem Start des Werkstattverfahrens am 24. Oktober 2019 ist unter Mitwirkung zahlreicher engagierter Akteure und Bewohner*innen ein beispielhafter Prozess mit einem zukunftsweisenden Ergebnis zu Ende gegangen. Mehr über das Verfahren lesen Sie in unserem News-Archiv zum Gebiet Neue Mitte Tempelhof. Alle Informationen und die finalen Konzepte finden Sie auf der Projektseite www.berlin.de/neue-mitte-tempelhof.

Für die stufenweise Umsetzung der Maßnahmen sind umfassende Informations- und Beteiligungsschritte vorgesehen. Dazu gehört auch die Einrichtung einer regelmäßigen Vor-Ort-Sprechstunde im Rathaus Tempelhof ab dem 28. September 2020. Alle zwei Wochen stehen Kolleg*innen der Gebietsbeauftragten S.T.E.R.N. montags von 15:00 bis 17:30 Uhr im Raum 097 im Rathaus Tempelhof als Ansprechpartner*innen zur Verfügung. 

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