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Nachhaltige Erneuerung

Aktuelles


Tag der Städtebauförderung 2019: Die grünen Seiten des Gebietes Brunsbütteler Damm/Heerstraße

Erlebnisreiche Radtour entlang des "Grünen Rings"

Mai 2019

Eine überschaubare, aber froh gestimmte Gruppe startet am 11. Mai gegen 15.15 Uhr vom Stadtteilzentrum Obstallee mit dem Rad, um die grünen Seiten des Stadtumbaugebietes Brunsbütteler Damm/Heerstraße zu entdecken. Zuvor hatte es beim Rundgang zu Nachhaltigkeit und Umwelt und in der Ausstellung über Energieverbrauch angeregte Diskussionen gegeben. Voller Hoffnung, der Regen würde abziehen, stellt sich die Gruppe erst einmal unter. Umsonst, es regnet und regnet. Also los.

Erster Halt ist der künftige Jonny-K.-Aktivpark, noch heißt er Egelpfuhl-Park. Unter dem markanten Pilz geht Ralf Hoffmeister vom Büro des Stadtumbau-Gebietsbeauftragten "Stadtkontor" auf die Planungen zur Neugestaltung des Parks ein, die in zahlreichen Beteiligungsrunden mit den Nutzer*innen abgestimmt wurden (wir berichteten). Vorgesehen sind u.a. ein Aussichtspunkt und eine Veranstaltungsbühne. Neben der Beseitigung von Missständen wie dem gesperrten Spielplatz, sollen mehr Möglichkeiten für gemeinsame Aktivitäten entstehen, um Toleranz und ein respektvolles Miteinander zu fördern und Gewalt zu verhindern.

Über den breiten Radweg am Egelpfuhl-Graben wird der nächste Halt erreicht: das Geschwister-Scholl-Haus am Magistratsweg 95 – ein Gebäude, das „in die Jahre“ gekommen ist. Laut Machbarkeitsstudie wären drei Varianten denkbar, um die Jugendfreizeiteinrichtung aufzuwerten: eine Sanierung, eine Teilerweiterung oder ein radikaler Rück- und Neubau. Noch ist nichts entschieden. Angedacht sind ein Gutachterverfahren, für das auch die Jugendlichen als Nutzer befragt werden, sowie ein energetisches Konzept, das die benachbarte Astrid-Lindgren-Schule einbezieht. Zumindest der Außenbereich der beiden Gebäude soll zusammen betrachtet werden, dabei ist auch eine Verbindung der Freiflächen mit dem Grünzug am Bullengraben möglich.

Bewundernswert der Familienvater aus Falkensee, der unterwegs immer wieder seine drei Kinder aufmuntert. Beim nächsten Stopp - am Naturerfahrungsraum Spieroweg kann der Nachwuchs endlich die Umgebung erobern und toben. Diese wilde Brache zum Spielen und Klettern für Kinder entstand als Pilotprojekt in enger Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Spandau, gefördert von der Stiftung Naturschutz Berlin. Zunächst nur halb so groß, wurde sie 2017 um eine nicht mehr genutzte Pferdekoppel erweitert, wie Erzieher Robert Welzel erläutert.

Hier finden die Kinder Abwechslung, können sich ausprobieren und selbst etwas in der Natur erschaffen, ohne dass die Eltern sich einmischen. Auch Grundschulklassen und Kindergartengruppen besuchen regelmäßig das umzäunte, wild bewachsene Gelände von fast 10.000  Quadratmetern mit Pumpe, Bauholz, Sandhügeln und vielen Bäumen.

„Natur erleben mit allen Sinnen und für alle Generationen“ – so das Motto der Naturschutz-Station Hahneberg, letzter Halt der Tour. Hier können Jung und Alt Ziegen- und Schafrassen kennenlernen, mehr erfahren über Bienen, Igel, Galloway-Rinder und Landwirtschaft im urbanen Raum. Es gibt Wanderungen und Yoga im Freien oder Kunstworkshops mit Naturmaterialien. Auch Kultur kann man hier erleben, z.B. eine Oper im Schafstall oder Aufführungen der Jugend-Theaterwerkstatt. Die nächsten Höhepunkte in der Naturschutzstation sind der Lange Tag der Stadtnatur am 25. Mai und das Erntedankfest am 6. Oktober 2019. 

Die Tour endete hier, der Regen leider nicht. In naher Zukunft wird der „Grüne Ring“ entlang des Rieselfeldabfanggrabens und des Langen Beckens einen weiteren Lückenschluss erfahren. Eine runde Sache, am Besten bei Sonne. 

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