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Nachhaltige Erneuerung

Aktuelles


Sanierung der Jugendkunstschule in Neu-Hohenschönhausen wird im Frühjahr abgeschlossen

Rund zwei Millionen Euro wurden investiert

Januar 2019

Vor der Jugendkunstschule des Vereins Albus e.V. in Neu-Hohenschönhausen herrscht noch immer Baustellenatmosphäre. Doch innen erkennt man sie nach mehr als zwei Jahren Sanierung und Umbau mit Stadtumbaumitteln kaum wieder. Aus dem früher mit Schülerarbeiten an allen Ecken vollgestopftem, verwinkelten Gebäude – einer ehemaligen Typen-Kita – ist ein helles Haus mit breiten Gängen und freundlichen Ateliers geworden. Durch Glastüren kann man in die Textil-, Keramik-, Druck- und Filzwerkstätten schauen. Gegenüber werden Bilder in Spezialschränken gelagert und einige plastische Arbeiten gezeigt.

2014 trennte sich die Jugendkunstschule von einem beträchtlichen Gebäudeteil, um hier eine Kita zu gründen, die Kunstkita ArtKi, die zwei Jahre später nach Um- und Ausbau eröffnet wurde. "Wir könnten noch viel mehr Kinder aufnehmen", sagt Vorstandsmitglied Sonja Koppe; der Bedarf ist groß und natürlich ist die Kita beliebt, in der schon die Kleinsten einmal pro Woche durch den Mittelgang in die Kunstschule gehen und von "echten" Künstlerinnen angeleitet werden. Mit der anschließenden Sanierung des vorderen Gebäudeteils gewann die Jugendkunstschule die verlorenen Räume zurück, denn nun wird auch der Keller genutzt. Wichtig waren auch die Wärmedämmung und Isolierung, vor dem Umbau hatte man oft mit Feuchteschäden zu kämpfen. Das ist nun vorbei.

Über die 25 Jahre ihres Bestehens hat sich die Jugendkunstschule Hohenschönhausen um Geschäftsführerin Christina Schulz einen großen Freundeskreis erarbeitet, ohne den sie die fünf langen Jahre der Bauarbeiten bei laufendem Betrieb wohl kaum überstanden hätte. Es ist ein Geben und Nehmen und es sind bei Weitem nicht nur Künstler, die hier ein- und ausgehen. Ein gemütliches Café lädt zu Ausstellungen, Tagen der offenen Tür und den verschiedensten Festen ein, die Kuchen sind natürlich alle selbst gebacken. Gerade pocht es vor der Fensterwand des Cafés: eine große Holzterrasse wird ab dem Frühjahr noch mehr Nachbarn hierher locken. 

Seit Oktober arbeiten die Garten- und Landschaftsbauer der Spok GmbH an den Außenanlagen. Die Pläne stammen vom Landschaftsarchitekturbüro bgmr. Ein Beet auf dem Vorplatz ist schon fertig, ebenso der Zugang zur Kita, den sie mit den alten, gesäuberten Platten neu angelegt haben. Mit der langen Betonrampe und dem Neubau der Eingangstreppe müssen die Bauleute warten, es fehlt noch eine Isolierung, die bei der winterlichen Kälte nicht angebracht werden kann. Dafür ist heute die Terrasse in Arbeit. Der komplexe Unterbau ist fertig, nun werden die langen Holzbohlen aufgebracht. Ausbilder Alexander Cross zeigt den jungen Leuten, wie sie den Abstand wählen sollen. Denn die Frau und die drei Männer sind Auszubildende, die eine Umschulung zum Garten- und Landschaftsbauer absolvieren. Die Spok GmbH gehört zum größten Berliner Unternehmen der beruflichen Bildung, dem Bildungsmarkt Unternehmensverbund. Bauleiterin Pia Wollny freut sich über das Projekt, denn daran lässt sich viel lernen, vom Betongießen, über die Arbeit mit Holz bis zum Pflanzen.

Und die Jugendkunstschule ist ein guter Partner. Gemeinsam gehen Pia Wollny und Sonja Koppe über das Gelände. Hier und da muss nachgearbeitet werden, Sonja Koppe hat sich in der langen Phase der Umbauten seit 2015 zur Bauexpertin entwickelt. Pia Wollny ist selbst Landschaftsarchitektin und versteht sowohl die Wünsche der Nutzer als auch die Überlegungen der Architekten und natürlich die technischen Aspekte gut. Gemeinsam haben sie für jedes Problem eine Lösung. Pragmatismus und konsequentes Äußern von Wünschen ist Sonja Koppe in Fleisch und Blut übergegangen, so hat sie viel dazu beigetragen, dass die Jugendkunstschule schon sehr bald keine Baustelle mehr sein wird. Im Mai soll die Baufertigstellung gebührend gefeiert werden.

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