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Nachhaltige Erneuerung

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Charlottenburger Norden: Neue Horizonte für die lokale Wirtschaft

CHARLIE 14 schaut auf den SteP Wirtschaft 2030 und die Schlussfolgerungen für das Fördergebiet

November 2021

Die 14. Ausgabe der Stadtteilzeitung CHARLIE widmet sich der Wirtschaftsstruktur des Charlottenburger Nordens und will diese Betrachtungen in den nächsten Heften weiter vertiefen – vor allem mit dem Fokus auf die Bewohnerinnen und Bewohner. Zum Auftakt befragte die Redaktion die Wirtschaftsförderung des Bezirks, wie die 28.000 in Charlottenburg-Wilmersdorf ansässigen Unternehmen durch die Pandemie gekommen sind.   

Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) konstatierte bereits 2017 die aus wirtschaftlicher Sicht besonders gute Lage des Fördergebietes, denn der Stadtteil hat fast alles, was Industrie und Gewerbe brauchen: Kurze Anbindungen an Wasserstraßen, Schienen und Autobahnen sowie zum Großmarkt, zur Messe und zum Westhafen. Deshalb verwundert es nicht, dass das Fördergiebt quasi umschlossen ist von wichtigen Gewerbegebieten – seien es die zukünftige Urban Tech Republic auf dem Flughafengelände TXL, die neue Siemensstadt, aber auch die Betriebe entlang des Saatwinkler Damms und der spezialisierte BioTechpark am Bahnhof Jungfernheide.

Die Bewohnerinnen und Bewohner spüren den enormen Wirtschaftsverkehr, der im Stadtteil deutlich gewachsen ist. Insbesondere, weil der 2019 verabschiedete Stadtentwicklungsplan Wirtschaft hier Potenziale zur Verdichtung und Weiterentwicklung sieht – etwa durch Neuordnung der Flächen, Spezialisierung und Aufstockung von Gebäuden. Hier gibt es Flächen, die von Betrieben aus den Bereichen Handwerk, Spedition, Produktion und Kreativwirtschaft dringend nachgefragt werden.  

Einen weiteren Blick richtet die Ausgabe auf die Nahversorgung als Teil der Sozialen Infrastruktur. Hier listete das ISEK Defizite auf, deren Ursache z.T. in dem städtebaulichen Grundkonzept für eine reine Wohnsiedlung zu suchen sind. Die Versorgung mit Waren des kurz- und mittelfristigen Bedarfs sei gesichert, jedoch fehle es an Angebotstiefe – so das kürzlich beschlossene Zentren- und Einzelhandelskonzept für den Bezirk-Charlottenburg-Wilmersdorf.

Dagegen wollen einige Händler etwas tun: Derzeit wird die „Kaufmitte Siemensstadt“, die erste und einstmals längste Shopping-Mall Deutschlands, modernisiert und die Einkaufspassage am Halemweg durch zwei Zusatzgebäude ergänzt. Dafür läuft derzeit die Bürgerbeteiligung zum Vorhabenbezogenen Bebauungsplan 4-79 VE, der Bezug nimmt auf die Planungen für das neue Gebietszentrum auf der gegenüberliegenden Seite der Straße und auf den neuen Grünzug Halem-Popitzweg. Dort sind die Bauarbeiten im zweiten Bauabschnitt (mit dem Spielplatz Schneppenhorstweg) im vollen Gang, ebenso am Jakob-Kaiser-Platz / Klausingring, wie sich die Redaktion überzeugen konnte. Ein anderes wichtiges Thema für den Stadtteil ist die Enthüllung der Stelen am Pfad der Erinnerung. Dieser Pfad führt von der Hinrichtungsstätte Plötzensee durch die Paul-Hertz-Siedlung hin zur Sühne-Christi-Kirche an der Toeplerstraße und soll das Gedenken an die NS-Opfer im Stadtteil sichtbar machen. 

Empfehlenswert sind zudem die Beiträge über das Ehrenamt in der Nachbarschaft. Der Filmclub hat über Fördergelder aus dem „Programm Berliner Großsiedlungen“ die Video-Anlage in der Kiezstube erneuert und so die Voraussetzungen geschaffen, damit sich dort auch andere Gruppen und Vereine medial unterstützt oder im Hybrid-Format treffen können. Solche Initiativen zeigen, dass die Menschen im Fördergebiet selbst mit gestalten wollen. Den Raum dazu haben sie jetzt.

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