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Nachhaltige Erneuerung

Aktuelles


Marzahn-Hellersdorf: Spielen, Erholen und Begegnen im „Dorf in der Stadt“ am Murtzaner Ring

Bezirksamt informierte vor Ort über die Planungen zur künftigen Spiellandschaft

Juli 2021

Der 21. Juli 2021 – ein Nachmittag, der viele zufriedene Gesichter hinterlässt. Das Grünflächenamt Marzahn-Hellersdorf und die Gebietsbeauftragte Stephanie Marsch hatten zu einem Treff auf der Spielfläche Murtzaner Ring eingeladen und können alle offenen Fragen der Menschen aus dem umliegenden Quartier zur Neugestaltung beantworten. Viel zustimmendes Nicken bekommt der Projektverantwortliche Johannes Mebes für seine Ankündigung zum definitiven Baustart im August 2021. Er erläutert, dass für den Bau eines Mehrgenerationen-Spielplatzes Murtzaner Ring, für Wege und Bepflanzungen insgesamt 1,23 Mio. Euro aus dem Förderprogramm Nachhaltige Erneuerung zur Verfügung stehen.

Die überwiegend älteren Menschen aus der Nachbarschaft sind erleichtert, dass der gegenwärtige Zustand des weitläufigen Innenhofes sich bald grundlegend bessert. Vor zwei Jahren fand bereits die Beteiligung der umliegenden Einrichtungen – Kita, Grundschule, Nachbarschaftstreff, Jugendkulturzentrum, Gemeinschaftsunterkunft – statt und auch die Anwohnenden hatten ihre Wünsche nach mehr Attraktivität und Barrierefreiheit kundgetan. Das Ergebnis der Beteiligung wurde für alle nachvollziehbar in einer Broschüre zusammengefasst. Der dort dokumentierte Bedarf nach interessanten und intakten Spielmöglichkeiten ist inzwischen noch einmal gestiegen, denn im Herbst 2020 wurde eine zweite Gemeinschaftsunterkunft für geflüchtete Familien direkt am Platz eröffnet.

Beim Vor-Ort-Termin an diesem Nachmittag bedauerten mehrere Redner:innen, dass seit der Fällung vieler Bäume der Platz „wie gerupft“ aussähe. Die Mitarbeitenden des Bezirksamtes können beruhigen, denn entfernt wurden nur schadhafte Bäume und diese würden durch zahlreiche Neupflanzungen ersetzt. Anstatt der in den 1970er Jahren gepflanzten, schnell wachsenden Pappeln soll mehr Artenvielfalt auf den Platz kommen, sodass sich Insekten und Vögel wohlfühlen. Ein anderer Wunsch aus der Befragung von 2019 sei bei der Auswahl der Gehölze ebenso berücksichtigt worden, nämlich der nach mehr blühenden Sträuchern und Bäumen. Sie sollen die eigentliche Spiellandschaft umrahmen, die die Belange aller Altersgruppen und der Barrierefreiheit berücksichtigt. So können Menschen mit Beeinträchtigen auch einige Geräte nutzen oder Platz nehmen auf Bänken mit Armstützen und Rückenlehnen. Den Wettbewerb für das Design der Spielgeräte hat kürzlich die Firma Zimmer.Obst GmbH Spielraum-Gestaltung gewonnen. Sie wird nun Geräte bauen, die das Thema des Alt-Dorfes Marzahn aufnehmen. Alles selbstverständlich aus robustem Material und TÜV-geprüft.

Gefragt wird bei der Vorstellung der Pläne nach der Zweitverwendung der vorhandenen Spielgeräte, nach einem Pflegeplan und nach der Vorsorge gegen Vermüllung. Beabsichtigt ist, noch intakte Spielgeräte an anderer Stelle im Bezirk wieder aufzubauen und für die Pflege der Grünflächen sorgt in den ersten beiden Jahren die mit dem Bau beauftragte Firma. Gegen das akute Berliner Müll-Problem sei schwer anzukommen, aber mit zahlreichen Abfalleimern will man von Anfang an für Sauberkeit sorgen. Auch ein regelmäßiger Baumschnitt und die notwendige Bewässerung der Jungbäume sei fest vertraglich geregelt, betont der Amtsleiter des Straßen- und Grünflächenamtes. Ebenso ausführlich begründet Dr. Kitzmann, warum man sich gegen die Aufstellung einer öffentlichen Toilette an dieser Stelle ausgesprochen habe. Diese und das Umfeld sauber zu halten, wäre nur mit viel Aufwand möglich.

Die Zuhörenden aus der Nachbarschaft können die Entscheidungen nachvollziehen und bleiben auch gelassen bei der Ankündigung, dass die Stemmarbeiten zur Entsiegelung der Fläche mit viel Lärm verbunden seien. „Das halten wir aus. Viel wichtiger ist, dass es bald wieder hier blüht und man auf den Wegen wieder sicher vorwärts kommt. Ich jedenfalls freue mich schon auf die Eröffnung im nächsten Herbst“, meint eine der engagierten Seniorinnen und erntet Applaus. Johannes Mebes erwidert: „Wir sind optimistisch, hoffen auf gutes Wetter und freuen uns weiter auf Ihre rege Teilnahme bei allem, was wir im Bezirk noch vorhaben. Infos dazu finden Sie immer auch auf der Projektseite des Senats.“

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