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Nachhaltige Erneuerung

Aktuelles


Kita Horizonte im Märkischen Viertel hat aufgestockt

Kita und Familienzentrum arbeiten eng zusammen

November 2020

Anne Pausewang kennt das Gebäude am Tornower Weg im Märkischen Viertel in- und auswendig. Besucher*innen können in dem vieleckigen Bau mit zwei Eingängen und Treppenhäusern schon mal den Überblick verlieren. Am besten ist es vom Dach aus zu erkennen: "Dort ist die Kita, hier ist das Familienzentrum. Am Übergang gibt es gemeinsam genutzte Räume." Generell ist die Zusammenarbeit der verschiedenen Einrichtungen des Trägers eng, die vielbeschworenen Synergieeffekte kommen hier unmittelbar zum Tragen. Nach dem Abholen der Kitakinder können Familien an Bewegungs-, Sport- und Bastelangeboten teilnehmen, sich dabei besser kennenlernen oder zu unterschiedlichen Fragen zu Erziehung und Gesundheit beraten lassen.

Als der freie Träger der Jugendhilfe Horizonte gGmbH das Haus 2009 übernahm, war es schon rund ein halbes Jahrhundert alt und hatte mehrere Anbauten. So bald wie möglich begann man mit der Kernsanierung. Unter anderem wurden die Fundamente freigelegt und abgedichtet. Durch das Abgraben entstand ein Souterrain mit Platz für zusätzliche Angebote. Dabei stellte sich außerdem heraus, welches Potenzial noch in den tiefen Fundamenten steckte: Ursprünglich geplant war das Gebäude mit zwei Etagen, das Obergeschoss war aber nie gebaut worden.

Nachdem die erste Sanierung abgeschlossen und Kita, Familienzentrum und Beratungsangebote sich etabliert hatten, plante der Träger die Aufstockung, denn der Bedarf an Kitaplätzen und Angeboten für Familien und Kinder ist groß im Märkischen Viertel. Mit dem Neubau von Wohnungen durch die GESOBAU AG sowie zwei Wohnheimen für Geflüchtete ist er in den letzten Jahren weiter gestiegen. Mit Mitteln aus den Programmen Stadtumbau und aus dem Berliner Kita-Ausbau-Programm „Auf die Plätze, Kitas, los!“ sowie mit erheblichen Eigenmitteln konnten die Pläne zur Verdopplung der Kita-Kapazität von 60 auf 120 Plätze ab 2019 umgesetzt werden. Insgesamt wurden durch die Aufstockung 800 Quadratmeter Nutzfläche gewonnen. Neben den Gruppenräumen mit Garderobe, Bädern und Dachterrassen gibt es auch zusätzliche Beratungsräume und einen neuen Teamraum.

Im November ist das neue Obergeschoss fertig geworden. Außen heben sich die grauen Platten kaum vom grauen Herbsthimmel ab, innen öffnen sich dank der großen Fenster im Obergeschoss lichte Räume im warmen Ambiente der komplett mit Holz getäfelten Wände. Selbstverständlich ist das nicht nur Dekoration; die ganze Konstruktion des Obergeschosses besteht aus Holz. Ganz plastisch wird das an zwei Modellen im Mehrzweckraum. Sie zeigen den genauen Aufbau der Wände und des Daches. Die Modelle sind ein Extra, das der ehrenamtliche Bauleiter in Eigenleistung baute. Geschäftsführerin Anne Pausewang und ihr Team haben genaue Vorstellungen, wie das Gebäude ausgestaltet sein soll, damit sie bestmöglich mit den Familien des Quartiers arbeiten können. Dort, wo ihre Anforderungen über die Vorgaben der Fördergeber hinausgehen, springt die gemeinnützige GmbH zusätzlich mit eigenen Mitteln ein.

"Es braucht Stehvermögen, um so ein Projekt durchzuziehen", sagt Anne Pausewang. Sie wird es auch weiterhin brauchen, denn die Sanierung der Erdgeschossfassade und der Bau des Wasserspielplatzes stehen noch aus. Neben den 60 zusätzlichen Plätzen hier, die Anfang 2021 nach und nach belegt werden, plant die Horizonte gGmbH die Übernahme der Trägerschaft für eine weitere Kita mit 120 Plätzen in den Neubauten der GESOBAU AG am Senftenberger Ring.

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