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Nachhaltige Erneuerung

Aktuelles


FAN-Konferenz wählte den FAN-Beirat und diskutierte Verkehrsthemen

Im Fördergebiet Frankfurter Allee Nord ist Mitsprache seit Jahren verankert

November 2021

Seit 2013 begleitet der FAN-Beirat die Sanierung, den Stadtumbau und die nachhaltige Erneuerung im Gebiet Frankfurter Allee Nord (FAN). Am 11. November 2021 wurde der Beirat in seiner nunmehr sechsten Periode im Amt bestätigt. Von der Nachbarschaft gewählt wurden auch drei neue Mitglieder. Emily McKie ist eines davon und beweist, dass die Idee des Mit-Redens und Mit-Gestaltens auch bei Zugezogenen in Alt-Lichtenberg Schule macht. Sie und einige „ältere“ veröffentlichten ihre persönlichen Beweggründe vorab auf alt-lichtenberg-fan.de. Die Doppel-Bedeutung von FAN ist beabsichtigt, denn die Mitglieder fühlen sich allesamt als Fans von Alt-Lichtenberg und sind mit dem Herzen dabei – trotz des zeitlichen Aufwandes, den eine solche Mitarbeit erfordert.

So auch Emily McKie, die bei der inzwischen 15. Stadtteilkonferenz am 11.11. einen fulminanten Auftritt mit einer Multi-Media-Präsentation darbot. Das Thema: Klimafreundlicher Verkehr im Kiez. Darin die Vision einer grünen Welle, die über asphaltierte Straßen rollt, den Kiez in sattes Grün taucht und bei den Gästen ein lautstarkes Wow! erntet. Ihr Beitrag ist eine Quintessenz von Vorschlägen aus der AG Verkehr der letzten Jahre und zugleich eine Replik auf das Verkehrskonzept, das Thomas Mühlinghaus von der VCDB VerkehrsConsult GmbH an diesem Abend im Entwurf vorstellte.

Mit ihm und der Steuerungsgruppe des Bezirks hatte sich die AG Verkehr des FAN-Beirates mehrfach getroffen und die auf der Beteiligungsplattform mein.berlin.de eingegangenen Vorschläge ausgewertet. Viele der vom Beirat identifizierten verkehrlichen Problemstellen hat auch die VCDB erkannt und sie in einem „Konfliktplan“ festgehalten.

Die über das Förderprogramm finanzierte Studie enthält zudem Vorschläge für mittel- bis langfristige Maßnahmen zur verbesserten Verkehrssicherheit. Mühlinghaus weist darauf hin, dass die Vielzahl der möglichen Entscheidungsträger und Beteiligten kurzfristige Maßnahmen kaum ermögliche. Gleichwohl würdigte er den konstruktiven Dialog mit dem FAN-Beirat.

Dem stimmte auch Frank Telser zu. Er ist Fachbereichsleiter Planen und Bauen in Lichtenberg und erklärt, die Umsetzung baulicher Verkehrsmaßnahmen (Ampel- oder  Radroutenplanung) nicht in der Hand des Bezirks liegt. Demzufolge gäbe es z.B. nur einen geringen Handlungsspielraum, um an komplizierte Verkehrsorten kurzfristig aktiv zu handeln. Es sei mitunter schwierig, Firmen wie die Wasserbetriebe in die Planungen rechtzeitig und planmäßig einzubeziehen und externe Planungs- und Baumittel (über bestimmte Förderprogramme) zu akquirieren.

Auch könne man dank des Förderprogramms Nachhaltige Erneuerung bereits erste Schritte vorweisen, wie etwa am Rodeliusplatz, der nach Abschluss der Bauarbeiten eine höhere Aufenthaltsqualität aufweisen wird. Auch der Baubeginn am Vorplatz des Zentralfriedhofs und an der Kita Gudrunstraße sei fest terminiert. Beide Maßnahmen zusammen wären gut fürs Klima und die nachhaltige Mobilität.

Eine der wichtigsten Beteiligten in Sachen Verkehr ist hier die BVG. Klaus Buggisch vom Bereich Tram-Planung kam persönlich und stellte an diesem Abend vor nahezu 60 Gästen die konkreten Vorschläge für die neue, barrierefreie Endhaltestelle in der Alten Frankfurter Allee vor. Auch die BVG müsse auf andere Bauträger Rücksicht nehmen – etwa auf die Bahn oder auf die neue Rad-Routenplanung. Deshalb sei man nicht mehr im Zeitplan, aber die Verlegung der Haltestelle hin zum Bahnhof Lichtenberg und der zweigleisige Ausbau der Siegfriedstraße stehe fest.

Verkehrsingenieur Ingolf Knappe, von der BVG mit der konkreten Ausführungsplanung beauftragt, sieht mehrere Vorteile in dem Vorhaben und verweist auf die Chance, mehr Grün und sichere Radwege gleich mitzudenken. Zudem senke der Rückbau der Gleise Fanninger /Gudrunstraße den Lärm und schaffe Platz für andere Verkehrsarten. Zahlreiche Gäste und der FAN-Beirat sind noch skeptisch und hoffen beim bevorstehenden Planfeststellungsverfahren ihre Bedenken vortragen zu dürfen.

Dass diese nicht ungehört verhallen, versichern nach diesem langen Abend der Bezirksstadtrat Kevin Hönicke, die Gebietskoordination und Geschäftsstelle des Beirates Daniela Dahlke und Markus Tegeler als Gebietsbeauftragter mit Nachdruck. „Schließlich gibt es eine solche fruchtbare und intensive Begleitung durch Ehrenamtliche nirgendwo in einem Berliner Fördergebiet dieser Größe“, so Hönicke. Für die nächste Wahlperiode ist das ein anspornendes Lob für den FAN-Beirat, das beim abschließenden Get-together zu konkreten Verabredungen führt. „Also alles wie gehabt, nur noch besser!“, so Jürgen Hofmann, einer der Sprecher des Beirats.

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