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Nachhaltige Erneuerung

Aktuelles


Die Planungen für den Vorplatz des Zentralfriedhofs Friedrichsfelde wurden vor Ort präsentiert

Der Siegerentwurf aus dem Gutachterverfahren soll ab 2023 umgesetzt werden

Oktober 2021

Der Eingang zur "Gedenkstätte der Sozialisten" und zum Zentralfriedhof Friedrichsfelde liegt an einem riesigen, leeren Platz ohne Fußwege. Anhänger, Camper und andere größere Fahrzeuge sind hier abgestellt. Der Ort an der Südost-Ecke des Fördergebiets Frankfurter Allee Nord scheint verlassen. Doch natürlich kommen hier Friedhofsbesucher an, eine Fahrradroute zum Landschafts­park Herzberge verläuft über den Platz und einmal im Jahr, zur Gedenkdemonstration für Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht im Januar, füllt er sich mit tausenden Menschen.

Der Bezirk Lichtenberg plant deshalb, den Ort mit Mitteln aus dem Programm Nachhaltige Erneuerung aufzuwerten und veranstaltete dazu ein Gutachterverfahren mit fünf eingeladenen Landschaftsarchitekturbüros, aus dem der Entwurf des Büros Franz Reschke Landschaftsarchitektur zur Realisierung ausgewählt wurde (wir berichteten).

Franz Reschke stellte zusammen mit Kolleg:innen, Herrn Kusch vom Straßen- und Grünflächenamt, sowie weiteren Vertreterinnen und Vertretern des Bezirksamts und der Gebietsbeauftragten Stattbau GmbH am 14. Oktober die Planungen vor Ort vor und lud die rund 30 Gäste, darunter auch viele Mitglieder des FAN-Beirates, zur Diskussion ein. In einer Box wurden Vorschläge gesammelt und Postkarten für weitere Ideen verteilt. Auch weiterhin können Anmerkungen an die Gebietsbeauftragte Stattbau übermittelt werden (Kontakt: siehe unten). Die Planung soll im nächsten Jahr abgeschlossen und ab 2023 umgesetzt werden.

Man wolle diesen riesigen Platz auf ein menschliches Maß bringen, also optisch verkleinern. Ziel ist ein repräsentativer, ruhiger Platz für alle. Das Parken soll in Zukunft auf die Südseite des Platzes beschränkt sein. Durch Baumreihen wird der Kfz-Verkehr vom Fuß- und Radverkehr getrennt. Insgesamt sollen 37 große Exemplare verschiedener an den Klimawandel angepasster Baumarten gepflanzt werden.

Die großen Bäume lenken den Blick auf das unter Denkmalschutz stehende Ensemble des Friedhofseingangs und der dahinter sichtbaren Grab- und Gedenkstätte. Unter den Bäumen werden Bänke stehen. Große Retentionsbeete sollen das Niederschlagswasser vom Platz auffangen, um die Kanalisation zu entlasten. Insgesamt werden 1.250 Quadratmeter Asphalt und Pflaster entsiegelt. In der Mitte des Platzes ist eine fünf bis acht Meter große und bis zu 5 Zentimeter tiefe Senke geplant, in der das Regenwasser langsam bis zu fünf Stunden lang versickert.

Es wird angestrebt, das vorhandene Granitpflaster zu nutzen und geglättet neu zu verlegen, um die Begehbarkeit zu verbessern und Gefahrenquellen zu beseitigen. Auch von der Bushaltestelle wird es dann einen Fußweg geben. Eine ausreichende Beleuchtung ist ebenfalls vorgesehen.

In der anschließenden Diskussion wurde vorgeschlagen, E-Ladesäulen zu installieren. Besonders wichtig ist den Anwohner:innen die Sicherheit im Bereich der Einmündung des Radweges aus dem Landschaftspark Herzberge. Die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen sollten, in Abstimmung mit der Behindertenbeauftragten des Bezirks, in einer zusätzlichen Begehung aufgenommen werden und danach in die Planung einfließen.

Kontakt:

Sabine Sternberg

STATTBAU Stadtentwicklungsgesellschaft mbH
Hermannstraße 182
12049 Berlin

Telefon: 030 6908 1172
E-Mail: fan[at]stattbau[.]de

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