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Nachhaltige Erneuerung

Aktuelles


Einführung durch die Gebietsbeauftragte Ute Truttmann (S.T.E.R.N. GmbH) an der Open-Air-Ausstellung

Blick auf die Gemeinschaftsunterkünfte für Geflüchtete und den Wohnungsneubau im Hintergrund

Der umgebaute Kirchsaal der Apostel-Petrus-Gemeinde steht der Nachbarschaft für verschiedene Veranstaltungen offen

Auf dem Marktplatz vor dem Fontane-Haus

Murat Drayef von Gangway berichtet über Aktionen rund um den Skatepark

Am Jugendzentrum ComX wird noch gebaut

Der Weg zur Lauterbach-Sporthalle wurde ebenfalls mit Stadtumbaumitteln neu angelegt

Radtour besuchte Projekte des Stadtumbaus und der Nachhaltigen Erneuerung im Märkischen Viertel

Im vergangenen Jahrzehnt gewann das MV erheblich an Attraktivität

Oktober 2020

Am 16. Oktober starteten Ute Truttmann und Jessica Keves, Gebietsbeauftragte der S.T.E.R.N. GmbH für den Stadtumbau und die Nachhaltige Erneuerung im Märkischen Viertel, mit einer kleinen Gruppe von Interessierten aus der Bewohnerschaft und der Verwaltung zu einer Radtour, um sich gemeinsam über die zahlreichen Projekte im seit nunmehr elf Jahren bestehenden Fördergebiet zu informieren. Ausgangspunkt war die aus Anlass dieses Jubiläums konzipierte Open-Air-Ausstellung neben der Viertel-Box der Wohnungsgesellschaft Gesobau gegenüber dem Märkischen Zentrum.

Ute Truttmann erläuterte die Ziele des Stadtumbaus zu Beginn der Förderung und die Entwicklung, die das Gebiet seitdem genommen hat. Der Start des Stadtumbauprozesses war 2009 eng mit der energetischen Modernisierung des gesamten damaligen Wohnungsbestandes der GESOBAU AG von 15.200 Wohnungen verknüpft. Parallel sollte mithilfe der Fördermittel die soziale Infrastruktur modernisiert und aufgewertet werden. Großen Einfluss auf die aktuellen Aufgaben hat der Wohnungsneubau. Allein die GESOBAU errichtet zurzeit 612 neue Wohnungen.

Für die Nachhaltige Erneuerung bedeutet das, den Bezirk darin zu unterstützen, dass trotz des Wachstums genügend Schul- und Kitaplätze vorhanden sind. Wichtig für ein Viertel mit vielen wirtschaftlichen benachteiligten Haushalten aus unterschiedlichen Herkunftskulturen sind aber auch Treffpunkte für Familien, Jugendliche und die gesamte Nachbarschaft. Ein solches Beispiel für Integration und Aktivierung der Bewohnerschaft ist das Integrations- und Familienzentrum der engagierten evangelischen Kirchengemeinde Apostel Petrus, das u.a. mit Mitteln aus dem Stadtumbauprogramm gefördert wurde. Wir berichteten darüber ausführlich anlässlich der Eröffnungsfeier

Nach dem kurzen Besuch des Integrations- und Familienzentrums ging es weiter in Richtung Fontane-Haus, dem sozialen und kulturellen Zentrum des liebevoll "MV" genannten Märkischen Viertels. Durch Sanierung und Umbau konnten hier die Nutzungsmöglichkeiten deutlich erweitert und attraktiver gestaltet werden, die erneuerte Fassade bildet ein interessantes architektonisches Zeichen gegenüber dem Märkischen (Einkaufs-)Zentrum, das zurzeit komplett umgebaut wird.

Ein weiteres wichtiges Anliegen der Förderung war hier wie auch in vielen anderen Bereichen eine bessere Orientierung. Der Eingangsbereich des Fontane Hauses ist z.B. mit einem taktilen Leitsystem ausgestattet. Auch die Erneuerung von Wegen, der Abbau von Barrieren und das Informations- und Leitsystem, das überall im Gebiet auf wichtige Orte hinweist, tragen dazu bei.

Vorbei ging es am Thomas-Mann-Gymnasium und an der BMX-Bahn, letztere eins von mehreren Beispielen für die Beteiligung von Jugendlichen an Projekten des Stadtumbaus. Ein noch größerer Erfolg ist auf diesem Gebiet der benachbarte Skater-Park, wo Murat Drayef von Gangway spontan über die Aktivitäten vor Ort berichtete. Die Straßensozialarbeiter*innen richten hier regelmäßig Wettbewerbe aus, verleihen Skate-Boards und die trendigen Scooter(-Roller) und helfen auch mit Material und Tipps bei nötigen Reparaturen.

Direkt in die grüne Mitte des MV mit den dortigen Bildungseinrichtungen führt der Weg über den aus Stadtumbau­mitteln errichteten Mittelfeldsteg über den Packereigraben. Berlinweit bekannt ist die Jugendkunstschule Atrium, deren energetische Sanierung aus Stadtumbau­mitteln praktisch abgeschlossen ist. Weitere Projekte entlang des Weges sind die Bettina-von-Arnim-Schule mit erneuertem Eingangsbereich, sowie das Kinder- und Jugendzentrum ComX, dessen umfassende Sanierung noch läuft. Auch der Regionale Kinder- und Jugendsozialdienst des Jugendamtes hat hier seinen Sitz. Nach Abschluss der Arbeiten am Gebäude sollen die Außenflächen neu gestaltet und Barrieren abgebaut werden.

Nun kommt die kleine Gruppe zu den Neubauten der GESOBAU nördlich des Mittelfeldbeckens. Daneben werden zurzeit die Außenflächen der Lauterbach-Schulen neu gestaltet. Hier soll auch ein kleines Spielangebot neu entstehen. Am Senftenberger Ring 29 steht die ebenfalls geförderte Kita Regenbogen, daneben befindet sich das Baufeld für den Neubau des Frauenberatungszentrums Flotte Lotte, dessen jetziges Haus nicht mehr wirtschaftlich zu sanieren ist. Dort kann Platz geschaffen werden für ein neues Schulgebäude, wie eine Machbarkeitsstudie im letzten Jahr feststellte (siehe Bericht zur Quartiersratsitzung 2019). Unbedingt bleiben soll aber das ungewöhnliche Spielhaus des Abenteuerspielplatzes, an dem die Tour ein letztes Mal hält, bevor sie nach drei regnerischen, aber äußerst informativen Stunden zum Ausgangspunkt zurückführt.

Die Ausstellung "10 Jahre Stadtumbau im Märkischen Viertel" war am Wilhelmsruher Damm neben der Viertel-Box bis 25. Oktober zu sehen und wird bald als virtuelle Ausstellung abrufbar sein.