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Mietshaus Bahrfeldtstraße 2

Obj.-Dok.-Nr.: 09095041
Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
Ortsteil: Friedrichshain
Strasse: Bahrfeldtstraße
Hausnummer: 2
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Mietshaus
Datierung: 1912
Bauherr: Tabbert, Albert (Fabrikant)

Für das Gebiet nördlich von Alt-Stralau wurde 1902 ein Parzellierungsplan aufgestellt und die Kracht-, Bahrfeldt- und Friedrich-Junge-Straße angelegt. Zwischen 1904 und 1914 entstand hier ein ausgedehntes Mietshausviertel, von dem nur die Häuser an der Krachtstraße 3-6A, 10A-14 und das Haus Bahrfeldtstraße 2 den Zweiten Weltkrieg überstanden haben. Sie wurden zwischen 1910 und 1913 von Maurermeister Adolph Mattheus, zum Teil nach Plänen der Architekten H. und S. Siegenthaler, für den Fabrikanten Albert Tabbert, den Besitzer der Berliner Mörtelwerke Gebr. Tabbert, errichtet. Im Zuge der Ansiedlung und in unmittelbarer Nähe der großen Industriebetriebe entstanden, dokumentiert das Ensemble den Wandel Stralaus zum Vorort mit städtischem Charakter.

Überwiegend enthalten die viergeschossigen Häuser Ein- bis Zwei-Zimmer-Wohnungen, die zumeist als Dreispänner angeordnet sind. Trotz dieser hohen Grundstücksausnutzung sind diese Wohnhäuser Beispiele für die Verbesserungen im Berliner Mietshausbau nach der Jahrhundertwende: Sie besitzen weder Seitenflügel noch Quergebäude; jeweils zwei von ihnen sind zu einem Doppelhaus zusammengefaßt. Ihre Wohnungen sind durch Loggien, Balkone und Erker aufgewertet und die plastischen Fassaden nur sparsam mit teils eklektizistischen, teils dem Jugendstil entlehnten Formen dekoriert. In den Treppenhäusern haben sich Stuckreliefs erhalten.

Das Haus Bahrfeldtstraße 2 wurde 1912 errichtet; ursprünglich hing es mit der Bebauung der Krachtstraße zusammen, durch Kriegszerstörungen steht es heute isoliert. Es unterscheidet sich jedoch in Struktur und Gestaltung nicht von den übrigen Mietshäusern.

Literatur:
  • Topographie Friedrichshain, 1996 / Seite 212-213