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Turnhalle Alt-Stralau 34

Obj.-Dok.-Nr.: 09095012
Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
Ortsteil: Friedrichshain
Strasse: Alt-Stralau
Hausnummer: 34
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Turnhalle
Fertigstellung: 1928
Entwurf: Meurer (Architekt (?))
Ausführung: Witte, Adolph (Baugeschäft)
Bauherr: Magistrat Berlin (Stadtverwaltung)

Der Turnhallenanbau, 1928 von Magistrats-Oberbaurat Meurer errichtet, ist ein wichtiges Zeugnis expressionistischer Architektur in Berlin. (1) Charakteristisch für das mit Klinkern in verschiedenen Rottönen verkleidete Gebäude sind die breiten Fensterbänder, das kräftige Dachgesims und vor allem die markanten Dreiecksformen, durch die Gesimsbänder, Fensterpfosten und insbesondere die Brüstung der Dachterrasse hervorgehoben werden. Im hohen, zweigeschossigen Mittelteil befinden sich die beiden Turnhallen (die obere wurde auch als Aula genutzt), in den niedrigeren flankierenden Seitenteilen sind Funktionsräume untergebracht.

Infolge der neuen Bedeutung, die der (Schul-)sport damals erlangt hatte (angestrebt war eine tägliche Turnstunde), war im Berlin der zwanziger Jahre der Anbau von Turnhallen an bestehende Schulen weit verbreitet. Als qualitätvoller expressionistischer Funktionsbau ist die Stralauer Turnhalle ein anspruchsvolles Beispiel dafür. Die Dachterrasse, die für Gymnastik genutzt wurde, zeugt von dem hohen Stellenwert, den die Bewegung im Freien besaß.


(1) Vgl. Meurer, Das Turnhallenproblem der Alt-Berliner Schulen, in: Deutsche Bauzeitung 7/1930, S. 57 ff.

Literatur:
  • Meurer/ Das Turnhallen-Problem =Deutsche Bauzeitung 64 (1930) / Seite 57 ff. (mit Abbildungen).
  • Topographie Friedrichshain, 1996 / Seite 216-217