berlin.de/corona
 link  Aktuelle Informationen zum Coronavirus finden Sie auf der Sonderseite der Senatskanzlei.
 link Fragen zum Coronavirus? Nutzen Sie auch den Chatbot Bobbi!
download Infoblatt: So reduzieren Sie das Infektionsrisiko / Reduce the risk of infection with the coronavirus! /
    Koronavirüs enfeksiyonu risklerini azaltalım! / Снизить риск заражения коронавирусом! / ! تقليل مخاطر العدوى بفيروس كورونا


    denkmal  

 

Liste, Karte, Datenbank - Denkmaldatenbank

Hackescher Hof mit Brunnen- und Gartenhof

Obj.-Dok.-Nr.: 09080215
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Mitte
Strasse: Rosenthaler Straße
Hausnummer: 40 & 41
Strasse: Sophienstraße
Hausnummer: 6
Denkmalart: Gesamtanlage
Sachbegriff: Wohn- und Geschäftshaus & Gewerbebau
Datierung: 1906-1907
Entwurf: Berndt, Kurt (Architekt)
Entwurf: Endell, August (Architekt)
Ausführung: Berndt, Kurt (Architekt)

In der eigenwilligen Grundrissform des Hackeschen Marktes sind die Konturen der Nordbastion und des Ravelins der Berliner Festungsanlagen am Spandauer Tor noch ablesbar. Bestimmend für die Platzform und Raumbildung des Hackeschen Marktes ist die abgewinkelte Straßenfront der 1906-07 von Kurt Berndt und August Endell erbauten Hackeschen Höfe, Rosenthaler Straße 40-41. (1) Der Neugestaltung der Platzfassade 1994-1996 unter Einbeziehung von Originalsubstanz liegt eine Synthese aus historischem Bestand und neuer Gestaltung in einer freien Umsetzung zu Grunde.

Der von dem bedeutenden Jugendstilarchitekten August Endell gestaltete erste Hof stellt im Sinne der von ihm angestrebten "Genusskultur" eine fantasievolle Abwandlung der um die Jahrhundertwende in Berlin üblichen Gewerbehofarchitektur dar. Farbig inkrustierte Verblendsteine und die verschiedenartig geformten Fenster mit ihrer filigranen Sprossengliederung beleben die Hoffassaden und schaffen die unverwechselbare Atmosphäre der Hackeschen Höfe. Endell setzte die elegante und anspruchsvolle Architektur im Inneren fort. Der Originalbestand konnte weitgehend konserviert und behutsam ergänzt werden. Die Haupttreppe und einige Festräume erhielten ihr authentisches Erscheinungsbild zurück. Die versenkbaren Fenster im Restaurant des Erdgeschosses wurden wieder in Betrieb genommen. Im zweiten Hof sind die Fassaden mit weißen Verblendsteinen und Putzflächen betont sachlicher gehalten. Zwei anschließende Wohnhöfe öffnen sich zum Sophienkirchhof und dem Schulhof des Jüdischen Gymnasiums in der Großen Hamburger Straße. In dem an die kleinteilige Bebauung dieser schmalen Straße angepassten Vorderhaus Sophienstraße 6 befindet sich ein Ausgang der Passage zur Sophienstraße.

An historischen Grünflächen sind im Hof IV eine begrünte Mittelinsel mit einem runden Brunnen aus Kunststein und in Hof VII ein weiteres historisches Beet, das in veränderter Form neu bepflanzt wurde, erhalten.


(1) Vgl. Behrendt 1908; Schmidt 1908.

Literatur:
  • Schmidt, Paul Ferdinand/ Das Haus der Großstadt in
    Form. Eine Wochenschrift für Baukunst und Kunstgewerbe 3 (1908) / Seite 4
  • Behrendt, Walter Curt/ Vom neuen Stil. Geschäftshaus in der Rosenthaler Straße 40 in
    Neudeutsche Bauzeitung 4 (1908) 3 / Seite 17-20
  • Topographie Mitte/Mitte, 2003 / Seite 442
  • Bau- und Kunstdenkmale Berlin I, Berlin 1983