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Königliches Leihamt (III. Abteilung)

Obj.-Dok.-Nr.: 09080101
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Mitte
Strasse: Torstraße
Hausnummer: 164
Strasse: Linienstraße
Hausnummer: 98
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Amtsgebäude
Datierung: 1847

Das ehemalige Königliche Leihamt III wurde 1847 erbaut und erstreckt sich um zwei Innenhöfe von der Torstraße 164 bis zur Linienstraße 98. (1) In der zunächst nur an den Stadttoren bebauten Straße gehört das Gebäude zu den wenigen Bauten aus der Zeit vor 1850. Das imposante Lagerhaus entstand im Zuge der intensiven baulichen Tätigkeit zu Beginn der Regierung Friedrich Wilhelms IV. und ist ein seltenes und wichtiges Beispiel der fiskalischen Ziegelarchitektur dieser Zeit. Der Gebäudetyp eines innerstädtischen staatlichen Lagerhauses ist in Berlin einmalig. Es diente für Lagerung der verpfändeten Güter. Allein durch die auch für die Bauzeit ungewöhnlichen Ausmaße weist der Bau auf die gespannte soziale Situation eines Großteils der Bevölkerung in den Berliner Vorstädten hin. Hier wohnten mehrheitlich die "kleinen Leute", Tagelöhner und Handwerker. Das Leihamt ist deshalb auch ein wichtiges sozialgeschichtliches Zeugnis des frühindustriellen Berlins.

Inmitten der Nachbarhäuser mit Putzfassaden wirkt die strenge Fassadengliederung des fünfgeschossigen Rohziegelbaus mit den nutzungsbedingt kleinen Fensteröffnungen beinahe abweisend, die Hoffronten erwecken einen fast gefängnishaften Eindruck. Fast alle Fenster und auch die hölzernen Konstruktionen der Decken und des Daches sowie die bemerkenswerte Treppenanlage stammen aus der Bauzeit. 1997-99 wurden die Backsteinfassaden restauriert.


(1) Datierung nach: Landesarchiv Berlin, ARep. 0180, Acc. 750, Bd. 238, S. 58.

Literatur:
  • Topographie Mitte/Mitte, 2003 / Seite 521 f.