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Wohnanlage Linienstraße

Obj.-Dok.-Nr.: 09080069
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Mitte
Strasse: Linienstraße
Hausnummer: 16 & 17 & 18 & 19 & 20 & 21 & 225 & 225A & 225B & 226 & 226A & 226B & 228 & 228A & 228B & 229 & 229A & 230 & 230A
Denkmalart: Gesamtanlage
Sachbegriff: Wohnanlage
Entwurf: 1934
Fertigstellung: 1935
Entwurf: Ermisch, Richard (Architekt)
Ausführung: Berlinische Hoch- und Tiefbau G.m.b.H. (Baugeschäft)
Bauherr: Wohnungsfürsorge G.m.b.H.

Die 1935 errichtete Wohnanlage Linienstraße 16-21, 225-226A, 228-230A zu beiden Seiten der Volksbühne macht die Veränderungen gegenüber dem Raumkonzept Hans Poelzigs deutlich. Nach 1933 wurde der vormalige Bülowplatz, inzwischen in Horst-Wessel-Platz umgenannt, zum Standort einer politisch motivierten Stadtsanierung mit dem Ziel, die Mietshäuser auf der Nordseite der Linienstraße abzubrechen und die meist jüdischen Bewohner aus dem Umfeld zu vertreiben. 1934-35 kam eine Planung von Obermagistratsbaurat Richard Ermisch zur Ausführung. Entsprechend der nun vorgesehenen Wohnnutzung wurden beiderseits der Volksbühne dreigeschossige Flügelbauten errichtet, ergänzt durch eine hainartige Bepflanzung. Den Straßenraum der Linienstraße fassen symmetrisch angeordnete pavillonartige Torhäuser ein, die in der Straßenflucht auf gewölbten Arkaden ruhen. Die Wohngebäude treten aus der Bauflucht zurück und lassen die nördlichen Seitenflügel des Theaters als beherrschenden Mittelpunkt zur Geltung kommen. Ebenso wie die Gesamtanlage sind die Fassaden von symmetrischem Aufbau und sorgfältiger Ausformung gekennzeichnet. Vertikal betonte Treppenhäuser fassen jeweils gleiche Fenstergruppen zusammen. Der obere Abschluss durch ein weit ausladendes Hauptgesims und darüber liegendem Attikageschoss mit halbkreisförmigen Fensteröffnungen nimmt unmittelbar gestalterischen Bezug auf den Theaterbau Oskar Kaufmanns. Die gerundete Form der seitlichen Pavillons auf ihrer Südseite reflektiert die geschwungene Eingangsfront der Volksbühne. Die Bauten wurden 2001-02 restauriert.

Literatur:
  • Topographie Mitte/Mitte, 2003 / Seite 531
  • Haberlandt 45 (1935) &
    Haberlandt 44 (1934)