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Landhaus Stubenrauchstraße 7

Obj.-Dok.-Nr.: 09066316
Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
Ortsteil: Friedenau
Strasse: Stubenrauchstraße
Hausnummer: 7
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Landhaus
Datierung: 1891
Entwurf: Kreuschmer, E. (Architekt)
Bauherr: Ludewig, Theodor (Mechaniker)

Der Park der ehemaligen Villa Sarrazin öffnet sich nicht nur nach Osten zur Bundesallee und nach Westen zur Goßlerstraße, sondern auch nach Süden zur Stubenrauchstraße durch das - auch früher - unbebaute Grundstück Stubenrauchstraße 6 mit altem Baumbestand, das seit 1900 mit dem Nachbargrundstück Nr. 5 vereinigt war, wo von 1906 bis 1909 der jüdische Berliner Schriftsteller Georg Hermann (1871-1943) lebte und seinen Roman "Jettchen Gebert" schrieb.

An den in das Konzentrationslager Auschwitz deportierten und dort ermordeten Autor erinnert ein 1962 im Garten errichteter Gedenkstein. Das Grundstück Nr. 6 ist mit einer aufwendigen neobarocken Einfriedung - verputzte Pfeiler mit schmiedeeisernem Gitter - an der Straße versehen.Der heutige "Georg-Hermann-Garten" auf Nr. 6 wird eingefaßt von zwei gegensätzlichen Häusern: dem Landhaus Stubenrauchstraße 7 und dem Mietwohnhaus Nr. 5.

Das Haus Stubenrauchstraße 7 (Abb. 71, Liste Nr. 150) - 1891 nach Plänen von E. Kreuschmer erbaut - ist ein zweigeschossiges, vierachsiges Rohziegel-Zweifamilienwohnhaus auf hohem Souterrain mit einem niedrigen Drempel und einem flach geneigten Walmdach. Es steht einseitig frei. Der Grundriß basiert auf dem Vierfelder-Grundriß. Der Eingang und das vorspringende Treppenhaus, begleitet von einer zweigeschossigen hölzernen Veranda, befinden sich an der Ostseite. Das Haus ist in hellrotem Ziegelmauerwerk mit dunkelroten Ziegelstreifen ausgeführt. Das Lanzengitter der Einfriedung ist original erhalten.

Literatur:
  • Topographie Schöneberg/Friedenau, 2000 / Seite 66