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Mietshaus Sentastraße 6 Bundesallee 138

Obj.-Dok.-Nr.: 09066313
Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
Ortsteil: Friedenau
Strasse: Sentastraße
Hausnummer: 6
Strasse: Bundesallee
Hausnummer: 138
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Mietshaus
Datierung: 1906
Entwurf: Merckens, M. (Architekt)
Bauherr: Eggert, Joh. (Schlossermeister)

An der Bundesallee ist zwischen Senta- und Sieglindestraße eine Hausgruppe in seltener Geschlossenheit erhalten, die in starkem Maße mit der gegenüberliegenden Gruppe an der Ecke Bundesallee/Mainauer Straße (Gebiet 5) straßenbildprägend wirkt.An der Ecke Sentastraße 6/Bundesallee 138 (Abb. 184, Liste Nr. 147) hat der Architekt Hugo Merckens 1906 ein viergeschossiges Doppelmietwohnhaus erbaut, das über zwei Treppenaufgänge verfügt.

Der Aufgang an der Bundesallee führt in das innenliegende Treppenhaus. Im Vestibül, von dem einige Stufen zum Treppenhaus führen, bestehen die Wände bis zur halben Höhe und der Fußboden aus Marmor. In der oberen Hälfte zeigen die Wände Jugendstil-Stukkaturen. Vom Treppenhaus mit einer dreiläufigen Treppe und einem Oberlicht werden pro Geschoß drei Wohnungen erschlossen, die zu den beiden Straßen und zum Hof orientiert sind. Der zweite Aufgang erschließt zwei Wohnungen je Geschoß. Die beiden Straßenfassaden sind asymmetrisch konzipiert: An der Bundesallee sind tiefe Loggien angeordnet, in der Mittelachse springt ein flacher Standerker vor, der von einem hohen Quergiebel bekrönt wird. Die Hausecke ist als Baukörperkante ohne Erker ausgeführt worden. An der längeren Fassade an der Sentastraße erhebt sich nahe der Ecke ein hoher Quergiebel, ein breiter Doppelerker mit dazwischenliegenden breiten Loggien springt asymmetrisch vor, die zum Teil als Veranden verglast sind. An dem Eckladen haben sich beiderseits des Eingangs zwei Jugendstil-Schaufenster erhalten. Die Fassaden waren - wie ältere Photographien zeigen - ursprünglich oberhalb eines Rustikasockels mit einer leichten Jugendstil-Dekoration bekleidet, die jedoch weitgehend verloren ist.

Literatur:
  • Bürkner/ Friedenau, 1996 & Leben in Schöneberg/Friedenau 1933-45. Nationalsozialistische Gewaltherrschaft und Widerstand, Broschüre zur gleichnamigen Ausstellung des Schöneberger Kulturarbeitskreises im HAUS am KLEISTPARK vom 16.10. bis 16.11.1983, Verans / Seite (1920-1945 am Friedenauer Gymnasium)
  • Topographie Schöneberg/Friedenau, 2000 / Seite 125