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Mietshaus Schmargendorfer Straße 21

Obj.-Dok.-Nr.: 09066302
Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
Ortsteil: Friedenau
Strasse: Schmargendorfer Straße
Hausnummer: 21
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Mietshaus
Datierung: 1891-1893
Entwurf: Bröse, Wilhelm (Maurermeister)
Bauherr: Fröhlich (Oberlehrer)

Die Schmargendorfer Straße, die am Friedrich-Wilhelm-Platz 11 mit der eindrucksvollen Landhausanlage des Architekten Otto Hoffmann von 1884 und 1911 beginnt und zum Breslauer Platz mit dem Rathaus von 1914-17 von Hans Altmann und dem Landhaus Karig von 1886 von Max Nagel führt, weist eine Gruppe von sieben Landhäusern aus den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts auf, an der die namhaftesten Architekten des Friedenauer Landhausbaus beteiligt waren: Franz Dreßler, Otto Hoffmann und Max Nagel. Die Bauherren dieser Häuser waren Beamte, Lehrer, Wissenschaftler und Künstler. Die ein- und zweigeschossigen Landhäuser in polychromer Rohziegelbauweise sind typisch für die Kolonie und als geschlossene Gruppe so kaum noch einmal in Friedenau anzutreffen.

Auf der Südseite der Schmargendorfer Straße steht - am Beginn einer Reihe von vier weiteren Landhäusern aus der Frühzeit Friedenaus - auf dem Grundstück Nr. 21 ein viergeschossiges, zwölfachsiges Mietwohnhaus , das 1891-93 von dem Architekten Wilhelm Bröse erbaut wurde (Abb. 88; Liste Nr. 135). Die symmetrische Straßenfassade zeigt durch das verputzte Erdgeschoß und die drei Ziegel-Obergeschosse mit den Putzbänderungen und Gurtgesimsen eine horizontale Gliederung; die Fassade erfährt eine vertikale Betonung durch zwei symmetrisch angeordnete Standerker mit Altanen im dritten Obergeschoß. Die Fensterfaschen und -verdachungen sind ebenfalls in weißem Putz ausgeführt. Das durchlaufende dritte Obergeschoß wird von einem kräftigen Konsolgesims abgeschlossen. Auch die Hoffassade ist reich gegliedert und dekoriert. Durch den Abbruch des Landhauses auf dem Grundstück Schmargendorfer Straße 20 am Friedrich-Wilhelm-Platz für die Aufweitung der Schmiljanstraße in den siebziger Jahren hat das Haus Nr. 21 seine bauliche Einbindung auf der Ostseite verloren, der Giebel steht frei zum Platz.

Literatur:
  • Topographie Schöneberg/Friedenau, 2000 / Seite 72-73