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ehem. Badeanstalt der Allgemeinen Ortskrankenkasse Berlin

Obj.-Dok.-Nr.: 09066269
Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
Ortsteil: Friedenau
Strasse: Rheinstraße
Hausnummer: 9
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Bad
Datierung: 1924-1925
Entwurf: Altmann, Hans (Architekt)
Bauherr: AOK Berlin-Schöneberg

Die ehemalige Badeanstalt der Allgemeinen Ortskrankenkasse Schöneberg wurde 1924-25 nach Plänen des Architekten Hans Altmann als zweigeschossiger Anbau an den Ostgiebel des nördlichen Seitenflügels des Mietshauses Nr. 9 (1897 von Oskar Haustein) angefügt und außerdem wurde zum Hof hin ein Souterrain vorgelagert.^Die AOK hatte ab 1919 in diesem Haus ein Ambulatorium mit einer Badeanstalt eingerichtet. Diese wurde bald zu klein, für sie wurde deshalb der Anbau als Sichtziegelbau errichtet.

Die Badeanstalt wird seit 1942 als Sauna genutzt. Der Anbau mit einer Grundfläche von 8,5 x 6,5 Metern besteht im Erdgeschoß aus einem Empfangs- und Warteraum mit weißen Fliesen. Eine Treppe führt ins Obergeschoß und ins Souterrain. Im Obergeschoß ist ein tonnengewölbter, mit grünen Fliesen verkleideter Ruheraum untergebracht. Im Souterrain befindet sich ein ehemaliger Naßraum, der sich in den Hof vorschiebt und mit gelben Fliesen verkleidet ist. Die farbige Keramik ist im Stil des Art déco der Zeit reich ornamentiert. Die aufwendige, gestalterisch herausragende Keramik-Ausstattung der Räume macht diesen bescheidenen Anbau zu einem kleinen Meisterwerk des Architekten Altmann.

Literatur:
  • Topographie Schöneberg/Friedenau, 2000 / Seite 89-90