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Mietshaus Isoldestraße 2

Obj.-Dok.-Nr.: 09066239
Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
Ortsteil: Friedenau
Strasse: Isoldestraße
Hausnummer: 2
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Mietshaus
Datierung: 1906-1907
Entwurf & Bauherr: Nowak, Ladislaus

Das viergeschossige, fünfachsige Mietwohnhaus Isoldestraße 2 (Abb. 186, Liste Nr. 87) wurde 1906-07 von dem Architekten Ladislaus Nowak in kräftigen neobarocken Formen erbaut.

Die Straßenfassade zeigt im Erdgeschoß ein Rustikageschoß mit fünf rund- oder korbbogigen Öffnungen, die in den Außenachsen als Eingänge, dazwischen als Schaufenster dienen. In den Obergeschossen öffnet sich eine dreigeschossige Nische in der Mittelachse, die beiderseits von gekuppelten korinthischen Kolossalsäulen flankiert wird und je einen Balkon in den drei Obergeschossen aufnimmt. Die Nische wird in der Dachzone von einem neobarocken Giebel überwölbt, in dessen Feld ein fliegender Adler mit ausgebreiteten Schwingen eine große Kartusche in den Fängen hält, die seitlich von zwei schwebenden Frauen getragen wird; in der Kartusche selbst wird eine sich aufrichtende Schlange gezeigt. Die Fassade wird beiderseits der Nische noch von korinthischen Kolossalpilastern gegliedert.

Im ersten Obergeschoß sind zwei Brüstungsfelder mit Reliefs geschmückt, die jeweils einen Putto mit einer antiken Göttin zeigen, einmal spielt der Putto mit einem Schwert, das andere Mal wärmt er sich am Feuer. Links oben neben dem Eingang befindet sich die Inschrift: "Erbaut Lad. Nowak Architekt".

Literatur:
  • Topographie Schöneberg/Friedenau, 2000 / Seite 126