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Mietshaus Handjerystraße 42 & 43 Schmiljanstraße 21

Obj.-Dok.-Nr.: 09066220
Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
Ortsteil: Friedenau
Strasse: Handjerystraße
Hausnummer: 42 & 43
Strasse: Schmiljanstraße
Hausnummer: 21
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Mietshaus
Datierung: 1908-1909
Ausführung: Sonntag, H. (Zimmermeister)
Entwurf & Bauherr: Klitscher und Afdring

An der Kreuzung Schmiljan-/Handjerystraße fallen drei sehr unterschiedliche Bauwerke ins Auge, zwei Mietwohnhäuser von 1893 und 1908 und das ehemalige AOK-Gebäude von 1956-58. Die Kontraste zwischen den drei Bauten könnten kaum größer sein, sie verkörpern den historischen Wandel des Quartiers.

Das ebenfalls viergeschossige Mietwohnhaus Handjerystraße 42-43 Ecke Schmiljanstraße 21 (Abb. 76, Liste Nr. 67) entstand 1908 nach Plänen von Klitscher & Afdring als Reformmietshaus mit asymmetrischer Fassadengliederung. Das Haus hat zwei Treppenaufgänge, die jeweils als Zweispänner ausgelegt sind. Im Erdgeschoß war das vornehme Restaurant "Zum Prinzen Handjery" eingerichtet, in dem der Haus- und Grundbesitzer-Verein Friedenau seine Vereinsabende abhielt. Das Restaurant war nach dem Landrat des Kreises Teltow, Nikolaus Prinz von Handjery, der seine schützende Hand über die Anfänge der Gemeinde Friedenau gehalten hatte, benannt. Auch heute befindet sich hier ein Restaurant. Das Haus weist durchweg eine asymmetrische Gliederung der beiden Straßenfassaden auf. Erker mit Loggien und Wintergärten, ein Jugendstilportal und durch Säulchen gegliederte Reihenfenster des Restaurants im Erdgeschoß an der Handjerystraße sind kompositorisch frei verteilt. Die Einfriedung an der Handjerystraße besteht aus einem floralen schmiedeeisernen Jugendstilgitter. Die Fassade an der Schmiljanstraße ist vereinfacht worden, während die an der Handjerystraße gut erhalten blieb.

Literatur:
  • Topographie Schöneberg/Friedenau, 2000 / Seite 67-68