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Mietshaus Handjerystraße 24

Obj.-Dok.-Nr.: 09066217
Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
Ortsteil: Friedenau
Strasse: Handjerystraße
Hausnummer: 24
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Mietshaus
Datierung: 1910-1911
Entwurf: Schulz-Heikenkopf, Fr. (Architekt)
Bauherr: Mais, Georg (Architekt)

In der nördlichen Handjerystraße finden sich auf der westlichen und der östlichen Straßenseite Landhäuser der ersten Bauphase zusammen mit frühen Mietwohnhäusern der neunziger Jahre des 19. Jahrhunderts und großen Mietwohnhäusern der Zeit um 1910 in der für Friedenau typischen Mischung. Auf der westlichen Straßenseite sind interessante Beispiele aus allen drei Bauphasen überliefert.

Das viergeschossige Mietwohnhaus Handjerystraße 24 (Abb. 108, Liste Nr. 64) wurde 1910-11 als neoklassizistischer Bau auf niedrigem Souterrain nach Plänen des Architekten F. Schulze-Heikenkopf errichtet. Die Straßenfassade folgt einem typischen Gliederungsschema: zwei Achsen in der Mitte, dann beiderseits je ein Erker und seitliche Loggien. Die Loggien werden in der Dachzone durch einen großen, aufgebrochenen, klassizistischen Giebel zusammengefaßt. Über den Erkern des dritten Obergeschosses sind Reliefs mit einander zugewandten liegenden Löwen angeordnet, die Mitte zeigt eine antikisierende Opferszene mit zwei Figuren beiderseits eines Altars in Relief. Über dem ersten Obergeschoß sind in den Brüstungsfeldern Reliefs mit Figuren in antikisierender Gewandung zu sehen. Bemerkenswert ist die schwere Eingangstür aus Bronze mit einer gleichmäßigen Felderung und quadratischen Schliffglasscheiben.

Literatur:
  • Topographie Schöneberg/Friedenau, 2000 / Seite 81-82