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Wohnhaus Dickhardtstraße 30

Obj.-Dok.-Nr.: 09066186
Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
Ortsteil: Friedenau
Strasse: Dickhardtstraße
Hausnummer: 30
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Wohnhaus
Datierung: 1904-1905
Entwurf: Bernoulli, Hans (Architekt)
Bauherr: Alfred Gartzsche Erben

In der Dickhardtstraße 30 (Abb. 128 f., Liste Nr. 36) steht ein elegantes dreigeschossiges, neoklassizistisches Mietwohnhaus , das 1904-05 von dem bedeutenden Schweizer Architekten Hans Bernoulli (1876-1959) erbaut wurde, der 1902-12 in Berlin ein Architekturbüro unterhielt und hier namhafte Bauten errichtete (zum Beispiel das Bürohaus Tischbein & Mendel, 1908-09, Lindenstraße 44-47, in Kreuzberg).

Das vornehme, villenartige Wohnhaus besteht aus einem fünfachsigen Kopfbau auf einem Souterrain, an den sich zwei zurücktretende seitliche Flügel anschließen: der westliche bildet mit dem Nachbarhaus Nr. 28-29 einen kleinen Straßenhof, der östliche findet auf dem Nachbargrundstück Nr. 31 keinen Anschluß, da dort das älteste erhaltene, allerdings sehr veränderte Friedenauer Landhaus von 1874 dreiseitig frei steht. Der Kopfbau weist im Hochparterre zwei Erker beiderseits der Mittelachse auf. Im westlichen Erker befindet sich der Hauseingang mit einer Freitreppe, die von schmiedeeisernen Gittern gerahmt ist. In der Mittelachse über dem Hochparterre ist das Haus inschriftlich mit dem Baujahr "1904" bezeichnet. Auf den Erkern sind im ersten Obergeschoß zwei Altane mit schmiedeeisernen Gittern angelegt. Die Sohlbänke der breiten Fenster ruhen auf klassizistischen Konsolen. Die Fenster im Erdgeschoß sind mit einem Eierstab-Fries umrahmt. Ein Gurtgesims mit Zahnschnitt gliedert die Fassade. Ein weiterer Hauseingang mit Freitreppe befindet sich im Straßenhof an der Westseite des Hauses, der die Wohnungen im westlichen Flügel erschließt.

Literatur:
  • Haenel/Tscharmann, Mietwohnhaus, 1913 / Seite 264-268
  • Berliner Architekturwelt 7 (1905) / Seite 125
  • Der Profanbau 11 (1915) 18 / Seite 255
  • Der Profanbau 11 (1915) 19 / Seite 281
  • Topographie Schöneberg/Friedenau, 2000 / Seite 93