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Mietshaus Bundesallee 67 Mainauer Straße 1

Obj.-Dok.-Nr.: 09066177
Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
Ortsteil: Friedenau
Strasse: Bundesallee
Hausnummer: 67
Strasse: Mainauer Straße
Hausnummer: 1
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Mietshaus
Datierung: 1907-1908
Entwurf: Seeck, Franz

Das viergeschossige Mietwohnhaus Bundesallee 67 Ecke Mainauer Straße 1 (Abb. 221 f., Liste Nr. 27), 1907-08 von Franz Seeck errichtet, steht an der Bundesallee frei und schließt in der Mainauer Straße an die kurz darauf errichtete Blockrandbebauung an.

Es hat je einen Treppenaufgang an der Bundesallee und an der Mainauer Straße. Die Wohnungen im Kopfbau an der Bundesallee wechseln in ihrer Größe von Geschoß zu Geschoß: im Erdgeschoß eine 4-Zimmer- und eine Ladenwohnung, im ersten Obergeschoß eine 12-Zimmer-Wohnung, in den Obergeschossen darüber jeweils 4- beziehungsweise 5- und 6- beziehungsweise 7-Zimmer-Wohnungen. Am Aufgang an der Mainauer Straße sind je zwei 3- bis 4-Zimmer-Wohnungen angeordnet. Der Kopfbau an der Bundesallee hat einen breiten Mittelrisalit mit einem vierten Obergeschoß in der Dachzone, die durch ein mächtiges Mansarddach bestimmt wird.

Die Straßenfront an der Mainauer Straße ist asymmetrisch konzipiert. Neben der abgerundeten Blockecke ist ebenfalls ein breiter Risalit angeordnet, der sich - über die Ecke gesehen - symmetrisch zum Mittelrisalit des Kopfbaus verhält. Die Mitte der Fassade an der Mainauer Straße wird durch einen abgeschrägten Erker betont, zu dessen Seiten sich mit einigem Abstand je ein Rundbalkon vorwölbt; in der Endachse sind Loggien vorhanden. In diesem Haus wohnte der spätere Generalfeldmarschall Friedrich Paulus (1890-1957), der im Zweiten Weltkrieg nach der Schlacht um Stalingrad (Januar 1943) in sowjetische Gefangenschaft kam und sich dort dem Nationalkomitee "Freies Deutschland" anschloß.

Literatur:
  • Topographie Schöneberg/Friedenau, 2000 / Seite 144-145