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Akademie der Künste

Obj.-Dok.-Nr.: 09065020
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Mitte
Strasse: Pariser Platz
Hausnummer: 4
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Ateliergebäude
Entwurf: 1902
Baubeginn: nach 1902
Fertigstellung: 1906
Umbau: um 1940
Umbau: um 1950
Entwurf & Ausführung: Ihne, Ernst Eberhard von (Architekt)
Bauherr: Preußischer Staat

Der zurückliegende südliche Atelier- und Ausstellungsflügel der Preußischen Akademie der Künste, Pariser Platz 4, ist neben dem Brandenburger Tor das einzige erhaltene historische Gebäude am Platz. Die Akademie war wegen des Neubaus der Staatsbibliothek 1907 in das vom Preußischen Staat angekaufte Palais des Grafen von Arnim-Boitzenburg am Pariser Platz umgezogen, das für diese Nutzung 1905-06 von Ernst von Ihne umgebaut und um den Ausstellungs- und Atelierflügel erweitert worden war. (1) 1937 zog der Generalbauinspektor Albert Speer in das Akademiegebäude und erst 1950 konnte die neu gegründete Deutsche Akademie der Künste wieder an ihren angestammten Platz zurückkehren. 1958 wurde das kriegszerstörte Palais abgerissen, das Hofgebäude aber weiter für Ausstellungen genutzt. (2) Seit 1993 befindet sich am Pariser Platz 4 wieder der Sitz der vereinigten Akademie der Künste zu Berlin. Dafür wurde das Atelier- und Ausstellungsgebäude restauriert und nach dem Entwurf des Architekten Günter Behnisch ein neues Haus zum Platz errichtet.

Der Altbau enthielt ursprünglich mehrere neoklassizistisch ausgestattete Ausstellungssäle im Erdgeschoss sowie Ateliers und Arbeitsräume in zwei Obergeschossen. Zum historischen Bestand gehören heute die ehemalige Verbindungshalle zum Palais, ein Ausstellungssaal mit Stuckdecke und zwei große Ateliers mit Glasdach im Obergeschoss.


(1) Vgl. Brüstlein 1907.

(2) Wandmalereien "Fasching" im Heizungskeller, 1957-58 von den Künstlern E. Schröder, H. Zickelbein, M. Böttcher, W. Förster, D. Goltzsche, H. Metzkes und W. Stötzer.

Literatur:
  • Unter den Linden - Photographien, Berlin 1991 / Seite S. 120 f.
  • Topographie Mitte/Mitte, 2003 / Seite 288