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Mietshaus Fraenkelufer 26

Obj.-Dok.-Nr.: 09060150
Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
Ortsteil: Kreuzberg
Strasse: Fraenkelufer
Hausnummer: 26
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Mietshaus
Datierung: 1979-1985
Entwurf: Baller, Inken & Baller, Hinrich (Architekt)

Für die Internationale Bauausstellung Berlin hatten sich Hinrich und Inken Baller mit ihrem Wohnhaus in der Charlottenburger Nithackstraße (1975-76), einem Wohn- und Geschäftshaus in der Lietzenburger Straße (1977-78) und dem Umbau eines Hauses von Bruno Taut am Kottbusser Damm (1978-80) empfohlen. Zeitgleich mit ihrer Arbeit für den Block am Fraenkelufer wurden sie zur "documenta urbana" eingeladen, um zusammen mit Hermann Hertzberger, Otto Steidle, dem Planungskollektiv 1 und anderen in Kassel-Dönche eine Mustersiedlung zu errichten.

Ihre Mietshäuser auf den Grundstücken Fraenkelufer 38 und 44 sowie das an der Kreuzung von Fraenkelufer und Admiralstraße gelegene Mietshaus Fraenkelufer 26 schlossen die Blockrandbebauung auf dem historischen Stadtgrundriss. Die Wohnhofbebauung am Fraenkelufer 38A-C legten sie an die 110 Meter lange Brandwand zum Elisabethhof. Es entstanden auf einer Grundfläche von 8.415 Quadratmetern insgesamt 87 Wohnungen. (1) Der 1979-85 errichtete Eckbau mit seinem markanten Turm an der Kreuzung von Fraenkelufer und Admiralstraße wurde durch hohe Geschosse an die benachbarten Altbauten angeschlossen. Ein Zugang zum Haus und zum kleinen Hof erfolgt vom Fraenkelufer, der Erschließungsturm schiebt sich aus der bewegten Fassade an der Admiralstraße. Die Erschließung der 19 Wohnungen erfolgt von der Hofseite, die Haupträume orientieren sich zu den Straßen. Die Einheiten am Fraenkelufer werden durch einen verglasten Laubengang erreicht, an dem in den westlich gelegenen Wohnungen ein Turm mit Erkerzimmern anschließt. Die zum Teil mit sechs Räumen ausgesprochen großen Wohnungen verfügen über Balkone zur Straße und zum Hof. Die Räume im Eckturm sind großzügig verglast.


(1) Berlin. Modern Architecture, hrsg. v. Gernot und Johanne Nalbach, Berlin 1989, S. 144.

Literatur:
  • Topographie Friedrichshain-Kreuzberg/Kreuzberg, 2016 / Seite 301 f.