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Luftbrückendenkmal

Obj.-Dok.-Nr.: 09055091
Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
Ortsteil: Tempelhof
Strasse: Platz der Luftbrücke
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Plastik
Datierung: 1951
Entwurf: Ludwig, Eduard (Architekt)

Das 1951 eingeweihte und vom Architekten Eduard Ludwig, einem Bauhaus-Schüler, entworfene 20 Meter hohe Luftbrückendenkmal aus Stahlbeton zeigt in stilisierter Form einen Brückenpfeiler, der von drei senkrecht auseinander laufenden und an der Spitze hervorragenden Rippen durchzogen wird. (1) Es symbolisiert die von den Westalliierten während der sowjetischen Blockade vom Juni 1948 bis Mai 1949 zur Versorgung der Westberliner Bevölkerung eingerichtete Luftbrücke. Die drei Rippen verweisen auf die drei Luftkorridore, die von Westdeutschland nach West-Berlin führten. Am Sockel erinnert die Inschrift eines Bronzebands an die während der Einsätze verunglückten 39 Engländer, 33 Amerikaner und 5 deutschen Arbeiter. Das populäre politische Denkmal war ein Symbol für die Bereitschaft der Westmächte, für die Freiheit West-Berlins einzustehen.


(1) Eduard Ludwig (1906-1960) und sein Mitarbeiter Schwindkowski gewannen den zweiten Preis in einem vom Senat ausgeschriebenen Wettbewerb. Dessen Ausführung erfolgte durch die Firma Wayss & Freytag. Endlich/Wurlitzer 1990, S. 139; Dehio Berlin 2000, S. 416.

Literatur:
  • Endlich, Wurlitzer/ Skulpturen und Denkmäler, 1990Topographie Tempelhof, 2007 / Seite 79f.
  • Conrad, Andreas: Die "Hungerharke" - eine Berliner Ikone mit Startproblemen, in: Tagespiegel, 24.06.2018