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Monopol-Siedlung

Obj.-Dok.-Nr.: 09055084
Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
Ortsteil: Mariendorf
Strasse: Monopolstraße
Hausnummer: 12 & 13 & 14 & 15 & 16 & 17 & 18 & 19 & 20 & 21 & 22 & 23 & 24 & 25 & 26 & 27 & 28 & 29 & 30 & 31 & 32 & 33 & 34 & 35 & 36 & 37 & 46 & 47 & 48 & 49 & 50 & 51 & 52 & 53 & 54 & 55 & 56 & 57 & 58 & 59 & 60 & 61 & 62 & 63 & 64 & 65 & 66 & 67 & 68 & 69 & 70 & 71 & 72 & 73 & 74 & 75 & 76 & 77 & 78 & 79 & 80 & 81 & 82 & 83 & 84 & 85 & 86 & 87
Strasse: Finkenweg
Hausnummer: 1 & 2 & 3 & 4
Strasse: Lerchenweg
Hausnummer: 10 & 11 & 12 & 13 & 14 & 15 & 16 & 17 & 18 & 19 & 20 & 21 & 22 & 23 & 24 & 25 & 26 & 27 & 28 & 29 & 30 & 31
Strasse: Schwalbenweg
Hausnummer: 1 & 2
Strasse: Ullsteinstraße
Hausnummer: 113 & 115 & 117 & 119
Denkmalart: Gesamtanlage
Sachbegriff: Wohnanlage & Siedlung
Datierung: 1922-1923
Entwurf: Binder, Wolfgang (Architekt)
Bauherr: Beamten-Baugesellschaft der Reichsmonopolverwaltung

Auf dem Gelände zwischen Eisenacher Straße und Ullsteinstraße errichtete die in Tempelhof ansässige Reichsmonopolverwaltung für Branntwein für ihre Beamten und Angestellten 1922-23 eine Kleinhaussiedlung. (1) Die von Wolfgang Binder entworfene Monopol-Siedlung, Monopolstraße 12-37, 46-87, Finkenweg 1-4, Lerchenweg 10-31, Schwalbenweg 1-2 und Ullsteinstraße 113/119, folgt der im frühen 20. Jahrhundert propagierten Gartenstadtidee: (2) An der Monopolstraße, die sich zu einem kleinen Platz aufweitet, ordnete der Architekt zweigeschossige Doppelhäuser an, die durch niedrige, verandenartige Zwischenbauten kettenartig miteinander verbunden sind. Um den beschaulichen Platz, der wie ein alter Dorfanger wirkt, gruppieren sich freistehende Doppelhäuser. Eine weitere Häuserreihe findet man zwischen Monopolstraße und Lerchenweg. Zu jeder Hauseinheit gehört ein Ziergarten an der Straße und ein Nutzgarten im hinteren Grundstücksteil. Die schmalen, gepflasterten Straßen waren nur für Fußgänger bestimmt, denn es gibt keine Gehsteige. Wolfgang Binder gestaltete malerische Häuser mit ziegelgedeckten Dächern, querrechteckig geteilten Sprossenfenstern und farbig bemalten Fensterläden. Man kann vier Haustypen voneinander unterscheiden. Die ockergelb verputzten Bauten haben hohe, abgeknickte Satteldächer, die einseitig oder beidseitig durch Zwerchhäuser erweitert werden. Um eine monotone Abfolge der Gebäude zu vermeiden, wurden die Doppelhäuser abwechselnd gedreht, sodass teilweise die Giebelseite, teilweise die Längsseite mit dem Zwerchhaus zur Straße weist. Die Giebelfassaden kragen geschossweise nach oben aus. Der untere Abschnitt der Monopolstraße ist gebogen.


(1) Bauherr war die Beamten-Baugesellschaft der Reichsmonopolverwaltung für Branntwein.

(2) BusB IV A, S. 139, 143, 150, 348; BusB IV D, S. 242; Kleine Häuser in der Großstadt. Kleinhaussiedlungen in der Berliner Siedlungskultur. Berlin 2002, S. 31.

Literatur:
  • Reclam Berlin / Seite 380
  • Topographie Tempelhof, 2007 / Seite 182
  • BusB IV A 1970 / Seite 348