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Fabrik Huttenstraße 41 & 42 & 43 & 44

Obj.-Dok.-Nr.: 09050305
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Moabit
Strasse: Huttenstraße
Hausnummer: 41 & 42 & 43 & 44
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Fabrik
Datierung: 1900-1906
Umbau: 1941-1942 & 1982-1983
Entwurf: Kallmann, Ferdinand (Baumeister)
Bauherr: Jachmann, Otto (Fabrikbesitzer)

Das Grundstück Huttenstraße 41-44 wurde von der Eisengießerei Jachmann genutzt, die Hohlgusskörper für die Maschinen- und Waffenherstellung produzierte und damit zu den Zuliefererbetrieben des benachbarten Unternehmens gehörte. (1) Kaufmann Otto Jachmann ließ auf dem hinteren Grundstücksteil 1900-01 ein Produktionsgebäude errichten, das durch den Baumeister Ferdinand Kallmann mit einer historisierenden Backsteinornamentik versehen wurde. An dem wehrhaften Zinnengiebel ist das Gießereigebäude schon von der Straße aus zu erkennen. Während die Längsseiten durch Um- und Anbauten teilweise verändert wurden, behielt der Giebel seinen ursprünglichen Aufbau. In der Backsteinwand öffnen sich drei große Rundbogenfenster, die der dahinter liegenden dreischiffigen Gießereihalle ausreichend Licht geben. Eiserne Fachwerkstützen tragen die Hallenkonstruktion. Die Gießerei Jachmann wurde bereits vor dem Ersten Weltkrieg nach Borsigwalde verlegt. Heute wird die Halle von Gewerbebetrieben und einem Tonstudio genutzt.


1) Festschrift zum 50jährigen Bestehen der Firma Otto Jachmann. Berlin - Borsigwalde 1874-1924. Berlin 1924; Steube, Matthias: Die zweite Karriere einer Industriehalle. In: Beusselkiez und Hutteninsel. Hrsg. v. S.T.E.R.N. Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung Berlin mbH. Berlin 1993, S. 121-123.

Literatur:
  • Beusselkiez und Hutteninsel, Berlin 1993 / Seite 121-123
  • Katamon Exposé / Seite 300f.
  • Topographie Mitte/Tiergarten, 2005