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Landesbildstelle

Obj.-Dok.-Nr.: 09050244
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Moabit
Strasse: Wikingerufer
Hausnummer: 7
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Verwaltungsbau
Datierung: 1963-1966
Entwurf: Grimmek, Bruno (Architekt)
Entwurf & Ausführung: Senator für Bau- und Wohnungswesen
Bauherr: Senat von Berlin

In der Nachkriegszeit wurde im Gebäudeteil der früheren städtischen Filmschule die Landesbildstelle untergebracht, die 1963-66 ein eigenes Haus am Wikingerufer 7 erhielt. Ein eingeschossiger Übergang verbindet die beiden Bauteile. Das kubische Hauptgebäude der Landesbildstelle, ausgerichtet auf die Agricolastraße, präsentiert sich im internationalen Stil der Nachkriegsmoderne. Die klare Präzision der betont puristischen Architektur, die von Senatsarchitekt Bruno Grimmek entworfen wurde, lässt an Bürobauten Ludwig Mies van der Rohes denken. Typisch für die 1950er Jahre ist die Transparenz des zurückgesetzten, auf Betonstützen gestellten Erdgeschosses, das, in stahlgerahmte Glasflächen aufgelöst, als Ausstellungsfläche dient. Die Obergeschosse sind durch verschiedenfarbige Materialien gegliedert. Unter den großformatigen Stahlfenstern sind weiße Keramikverkleidungen angebracht. Damit harmoniert die dunkelblaue Mosaikverkleidung der Wandflächen zwischen den Fenstern. Das hohe gestalterische Niveau der Hochbauabteilung beim Senator für Bau- und Wohnungswesen ist deutlich ablesbar. Die Landesbildstelle, die inzwischen zum Landesarchiv Berlin gehört, zog 2001 aus dem Gebäude aus.

Literatur:
  • Topographie Mitte/Tiergarten, 2005 / Seite 240