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Mietshaus Holsteiner Ufer 18 & 20

Obj.-Dok.-Nr.: 09050196
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Hansaviertel
Strasse: Holsteiner Ufer
Hausnummer: 18 & 20
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Mietshaus
Datierung: 1895-1898
Umbau: 1934 & 1983
Bauherr: Zellermann, Georg (Kaufmann)
Entwurf & Ausführung: Höltzel und Trenner (Baugeschäft)

Während das Eckhaus im Stil der norddeutschen Renaissance gehalten ist, wird das (...) Doppelmietshaus Holsteiner Ufer 18/20, das 1897-98 erbaut wurde, vor allem durch barocke Architekturmotive geprägt. Conrad Höltzel und Wilhelm Trenner nobilitierten die Mietshausfassade durch Elemente, die dem barocken Schlossbau entlehnt sind. Das betrifft zum Beispiel die Streifenquaderung des Erdgeschosses, die Stuckpilaster und die Attikabalustrade. Im Erdgeschoss öffnen sich große Bogenfenster. Die beiden Standerker, die die Straßenfassade gliedern, werden von geschweiften Giebeln bekrönt. Unter dem wuchtigen Hauptgesims sind prächtige Kartuschen zu sehen. Der überaus reiche Stuckdekor, der teilweise auf barocke Vorbilder zurückgeht, stammt vom Bildhauer Albert Jungermann. In den Obergeschossen waren großzügige Wohnungen mit sechs bis sieben Zimmern ausgebildet. (1) Im Souterrain hatte man links einen Laden sowie eine Wohnung für den Portier eingerichtet, während sich rechts ein Comptoir befand.


1) Die Wohnungen wurden 1934 unterteilt. Das Dachgeschoss hat man 1982-83 ausgebaut.

Literatur:
  • Katamon Exposé / Seite 196
  • Topographie Mitte/Tiergarten, 2005