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Villa Wissmannstraße 12

Obj.-Dok.-Nr.: 09046599
Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
Ortsteil: Grunewald
Strasse: Wissmannstraße
Hausnummer: 12
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Villa
Datierung: 1898 & 1903
Umbau: 1910
Entwurf: Bröker, W. (Architekt)
Bauherr: Lampson, Walter (Kaufmann)
Entwurf: Zaar und Vahl (Architektensozietät)

Wechselhaft war das Schicksal der kurz zuvor erbauten Villa Lampson in der Wissmannstraße 12. Ursprünglich gehörte zu ihr ein etwa doppelt so großes Grundstück. Ihre Architekten, Zaar & Vahl, errichteten zunächst nur einen kleinen östlichen Bau, den schon 1903 W. Bröker auf das heute noch bestehende Volumen erweiterte. Die gleichzeitig mit der Ausführung des Eisengitterzauns vorgenommenen Anbauten nach Westen inklusive eines Stallflügels durch Albert Fröhlich wurden bereits 1935 wieder abgetragen. Im mittleren Bereich des damals parzellierten Park- und Gartengrundstücks entstand ein Einfamilienhaus und 1955 das inzwischen stark veränderte Eternit-Gästehaus von Paul Baumgarten. Während sich die heutige Straßenfassade der Lampson-Villa in der Überarbeitung von 1910 und Vereinfachung von 1935 präsentiert, hat sich an der Seeseite der Charakter des Ursprungsbaus weitgehend bewahrt. Hier steht der von einer Zwiebelturmhaube abgeschlossene Oktogonalturm in reizvollem Kontrast neben dem breiten Fachwerkgiebel, machen sich die Entdekorierungen vor allem der Fenstereinfassungen nicht so störend bemerkbar wie an der Vorderfront. Hoch über dem Koenigssee gelegen, gehört das Bauwerk zu den wenigen Beispielen Grunewalds, deren Seeseiten den ursprünglichen Eindruck der bevorzugt gelegenen Villen wiederzugeben vermögen.

Literatur:
  • Berliner Architekturwelt 15 (1913) / Seite 22-26
  • Topographie Wilmersdorf/Grunewald, 1993 / Seite 155