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Villa Wissmannstraße 11A

Obj.-Dok.-Nr.: 09046598
Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
Ortsteil: Grunewald
Strasse: Wissmannstraße
Hausnummer: 11A
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Villa
Datierung: 1891-1892
Umbau: 1919 & 1934
Entwurf & Bauherr: Walther, Wilhelm (Maurermeister)
Ausführung: Nickel, Carl

Nicht nur wegen der frühen Entstehungszeit 1891/92, sondern auch wegen ihrer Gestalt ist die Villa in der Wissmannstraße 11a ein wichtiges Beispiel der Grunewaldvillen. Zwanzig Jahre vor Errichtung seines "Palastes" an der Ecke Delbrückstraße 2/Koenigsallee lieferte der Architekt Wilhelm Walther ein höchst eigenwilliges Zeugnis seiner Villenbaukunst. Im Gegensatz zu seinen sonst in Grunewald erhaltenen Werken - meist reich dekorierten Putzbauten - ist das frühe Wohnhaus ein Klinkerbau, der seine Wirkung durch die Prägnanz des Baukörpers und der Details erzielt: dominant der von einem steilen Pyramidendach gedeckte Mittelteil, hinter dem in beiden Geschossen je ein großer Salon liegt, den ein hausteingerahmter Renaissanceerker bzw. unmittelbar darüber eine Fensterrose erhellen. Die seitlichen Bauglieder waren ursprünglich um ein Geschoß niedriger, die Dominanz des turmartigen Mittelteils mit dem steinernen dreiteiligen Fenster im Obergeschoß dadurch noch deutlicher. (284)


284) Grundrisse 1919 und 1933/34 verändert; Seitenteile 1935 erhöht. Lit. Hessling I, Taf. 37f., BAK (7) 1897, S. 8, Taf. 17; BusB IV C (vgl. Anm. 113), Obj. 1579; Posener (vgl. Anm. 258), S. 26f.

Literatur:
  • Topographie Wilmersdorf/Grunewald, 1993 / Seite 154f.