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Villa Maren

Obj.-Dok.-Nr.: 09046594
Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
Ortsteil: Grunewald
Strasse: Winkler Straße
Hausnummer: 12
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Villa
Datierung: 1896-1897
Entwurf: Heimann, E.
Bauherr: Maren, Paul
Entwurf: Zaar und Vahl

Eine Neorenaissancevilla nach italienischem Vorbild schuf sich der Arzt Paul Maren 1896/97. Das Gebäude wurde vermutlich von der Architektensozietät Zaar & Vahl erbaut. (275) Eine überzeugende Ruhe und Klarheit, eine Konzentrierung auf die wesentlichen Formen kennzeichnet die Architektur. Bei dieser Villa besticht die Disposition der einzelnen Bauglieder, das Verhältnis von Wandfläche zu Fenster-, Loggia- und Portalöffnung. Mit dem breiten Sgrafittoband im Bereich des Mezzanins wurde ein seltenes Motiv der Berliner Baugeschichte in die Architektur der Kolonie eingeführt.


275) So bei Hessling I, S. 85-88; BusB IV C (vgl. Anm. 113), Obj. 1585; Posener (vgl. Anm. 258), S. 34f. Die Bauakte nennt diesen Namen nicht, statt dessen aber Zaar & Vahl. Es ist nicht auszuschließen, daß der in den achtziger Jahren mit Ludwig Hofmann zusammenarbeitende und später um die städtebauliche Entwicklung Berlins verdiente Heimann im Büro der prominenten Architektensozietät beschäftigt war und weitgehende Freiheiten bei der Projektierung dieses Bauwerks besaß. Pläne Hugo Schellenbergs, das gesamte Bauwerk 1941 für Bürozwecke umzubauen, wurden nicht ausgeführt. 1956 erfolgte der Umbau des Obergeschosses zum Büro des Verlages Deutsche Jugendbücherei. Nach Umnutzungen 1958 und 1961 zu einem Flüchtlings- und Umsiedlungsheim dient es heute noch dem DRK. Die innere Raumstruktur ist erhalten.

Literatur:
  • Topographie Wilmersdorf/Grunewald, 1993 / Seite 150