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Villa Noelle

Obj.-Dok.-Nr.: 09046592
Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
Ortsteil: Grunewald
Strasse: Winkler Straße
Hausnummer: 10
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Villa
Datierung: 1901-1902
Umbau: 1936
Bauherr: Nölle, Ernst (Stahlfabrikant (Steffens und Nölle))
Entwurf: Solf und Wichards (Architektensozietät)
Ausführung: Held und Francke

Eine einzigartige Stellung in der Grunewaldarchitektur nimmt die Villa Noelle ein, mit deren Bau der Stahlfabrikant und Kommerzienrat Ernst Noelle 1901/02 Solf & Wichards beauftragte. Das zum Dianasee stark abfallende Grundstück reichte ursprünglich bis zum Hasensprung. 1937 parzelliert, wurde es mit zum Teil qualitätvollen Einfamilienhäusern von Breuhaus, Godber Nissen und anderen bebaut. Die Villa beansprucht den ursprünglich westlichen Teil des Grundstücks. Ihre Besonderheit liegt nicht nur in der mächtigen, wehrhaften Erscheinung, sondern in der minutiösen Ausführung in Werkstein, die von der rauhen Bossierung bis zum feinstgeschnittenen Ornament reicht. Die nahezu gleichwertigen Ansichten der Villa beruhen auf der Durchbildung der Fassaden mit Giebeln, Erkern und der nordalpinen Renaissance, zu der nicht zuletzt die unterschiedlichen Fensterformen mit kräftigen Pfosten und Unterteilungen gehören. Eine Besonderheit ist das kleine, an den Schweizerhausstil erinnernde Maschinenhaus, das die zu den repräsentativsten Bauten Grunewalds gehörende Villa Noelle mit Energie versorgte. (274)


274) Erste Veränderungen im Innern der Villa 1924, gravierender Einbau von acht Kleinwohnungen 1936. Lit.: BAW (5) 1902/03, S. 201f., Abb. 351-57; DBZ (37) 1903, S. 35; BusB IV C (vgl. Anm. 113), Obj. 1551.

Literatur:
  • BusB IV C 1975 / Seite Obj. 1551
  • Blätter für Architektur und Kunsthandwerk 15 (1902) / Seite 58
  • Berliner Architekturwelt 5 (1902/03) / Seite 201f.
  • Deutsche Bauzeitung 37 (1903) / Seite 35
  • Topographie Wilmersdorf/Grunewald, 1993 / Seite 149f.