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Landhaus Peltzer

Obj.-Dok.-Nr.: 09046589
Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
Ortsteil: Grunewald
Strasse: Wildpfad
Hausnummer: 7
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Landhaus
Datierung: 1929-1930
Entwurf: Brandes, Co (Architekt)
Bauherr: Peltzer, Hans (Aufsichtsratsvorsitzender)
Ausführung: Otto Latenser (Baufirma)

Die Griegstraße führt in ihrem östlichen Abschnitt auf ein Grundstück zu, das der Holländer Co Brandes 1929/30 am Wildpfad 7 mit einem in Grunewald besonderen Landhaus bebaute. Geringfügig aus der Achse der Straße verschoben, rückt der zweigeschossige, rote Klinkerbau mit seiner annähernd symmetrischen Straßenfassade relativ nah an die Baufluchtlinie heran. Die Bedeutung des durch Risalite und Vorbauten gegliederten Gebäudes liegt darin, daß es einerseits noch Elemente des in Grunewald vor allem durch die March- und Ihne-Bauten vertretenen englischen Landhausstils aufweist, zum anderen aber in der zeitgenössischen niederländischen Baukunst wurzelt. Ersteres belegen vor allem die geometrischen Fachwerkpartien an den Dachgiebeln, letzteres die roten Klinker, die großflächigen Verglasungen und die hellen Absetzungen von Fenstern und Gesimsbändern. Dominanter Baudekor wird vermieden, wenn auch der an die Nordseite verlegte Zugang durch Hausteinglieder reich gerahmt wurde. Hervorzuheben ist auch der Grundriß. Es fehlt die Enfilade der Gesellschaftsräume. Statt dessen sind die Repräsentationsräume um die Wohnhalle gruppiert, die Nebenräume im nördlichen Teil konzentriert. Ein separates Treppenhaus ersetzt die herkömmliche Diele. (328)


328) Geringe Umbauten des Innern erstmals 1953, ein teilweiser Ausbau des Kellers 1973.

Literatur:
  • Topographie Wilmersdorf/Grunewald, 1993 / Seite 180