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Villa Meyer

Obj.-Dok.-Nr.: 09046558
Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
Ortsteil: Grunewald
Strasse: Toni-Lessler-Straße
Hausnummer: 23
Strasse: Hubertusbader Straße
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Villa & Einfriedung
Datierung: 1897-1898
Entwurf & Ausführung: Hartmann, Arnold (Architekt)
Bauherr: Meyer, Max Hermann (Fondsmakler & Bankier)

Um die Jahrhundertwende entwickelte sich die Dunckerstraße - die heutige Toni-Lessler-Straße (zwischenzeitlich Seebergsteig) - durch Parzellenzusammenlegung zu einem Standort, der den Anreiz zum Bau größerer Villen schuf. Die meisten haben sich nicht oder in nur mäßigem Zustand erhalten. Einen spektakulären architektonischen Höhepunkt aber stellt die nach zweijähriger Bauzeit 1898 durch Arnold Hartmann vollendete Villa Meyer an der Ecke Seebergsteig 23/Hubertusbader Straße 29 dar. Hartmann schuf ein phantastisches Gebilde, das selbst in Grunewald wie ein orientalisierendes Märchenschloß wirken mußte. Den eigentlich quadratischen Grundriß negieren die sich verschränkenden und überlagernden und die wuchernde Ornamentik (Bildhauerfirma Zeyer & Drechsler) der meist gotisierenden, selbst die Gestaltung der Einfriedung einbeziehenden Formen vollständig. Das Oberlicht des Zeltdachs, das einst eine Laterne bekrönte, beleuchtet eine durch zwei Geschosse gehende, von einer gotischen Arkade umgebene Diele. Der Bau ist von stärkster Wirkung in die Umgebung, insbesondere da er am Zusammentreffen von Seebergsteig, Hubertusbader Straße und Kronberger Straße von der Weitung zur platzähnlichen Situation profitieren mußte. (245)


245) Anbau der großen südlichen Gartenhalle mit Freitreppe 1912; Veränderungen und Umnutzungen für Vereins- (1947), Altenheim- (1954), schließlich für Bürozwecke (1986). Lit.: BusB IV C (vgl. Anm. 113), Obj. 1544.

Literatur:
  • BusB IV C 1975 / Seite Obj. 1544
  • Topographie Wilmersdorf/Grunewald, 1993 / Seite 132f.