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Mietvilla Margaretenstraße 5 & 10

Obj.-Dok.-Nr.: 09046544
Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
Ortsteil: Grunewald
Strasse: Margaretenstraße
Hausnummer: 5 & 10
Denkmalart: Ensemble
Sachbegriff: Mietvilla
Datierung: 1895-1896
Entwurf: Bräuer, Carl
Bauherr: Bräuer, Carl
Ausführung: James Ruhemann (Bauunternehmen)

Die Gunst der Lage nutzte der Architekt und Bauherr Carl Bräuer, als er 1895/96 die Mietvillen an der Margaretenstraße 5 und 10 über dem Ufer des Halensees anlegte. Sie gehören zu einer Gruppe aus ursprünglich sechs Bauten, die sich beidseitig der eigens zu ihrer Erschließung angelegten Stichstraße befanden oder - teils entdekoriert - noch befinden. Der Standort war durch die direkte Anbindung an Koenigsallee und Kurfürstendamm und durch die Nähe zum Lunapark-Gelände in Halensee zusätzlich interessant. (294)

Obwohl alle Gebäudeseiten nahezu gleichwertig reich stuckiert wurden, liegt das Hauptgewicht eindeutig auf den zum See gerichteten Fassaden und ihren Ecklösungen. Die Ausführung und Form der Loggien, Balkone und Erker weisen mehr Ähnlichkeit mit dem gehobenen innerstädtischen Wohnbau der Zeit auf als mit der bereits existierenden Villenarchitektur der Kolonie. Ein nur vom Ufer des Halensees aus wahrnehmbares Motiv stellt die dekorative Böschungsmauer der Margaretenstraße dar. Als geschwungene, von schweren Balustern gekrönte Klinkermauer schafft sie eine Verbindung zwischen den Eckgebäuden. Im gesamten Uferbereich des Halensees sind beide Bauten die letzten, relativ gut erhaltenen Beispiele aus der Kaiserzeit. (295)


294) Die nördliche Grundstücksgrenze der Margaretenstraße 10 ist mit der alten Koloniegrenze identisch.

295) Bis auf störende Dachaufbauten der Nr. 5 befinden sich die Bauten in unterschiedlich gutem Originalzustand.

Literatur:
  • Topographie Wilmersdorf/Grunewald, 1993 / Seite 161f.